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Landesrätin Wiesflecker versteckt fehlende Präventionsstrategie hinter Phantasiezahlen!

13. August 2020

Statt wie vorgegeben werden nicht 2,2 Millionen Euro in Prävention im Bereich der Pflege investiert, sondern es stehen lediglich rund 330.000 Euro für tatsächliche (Primär-) Prävention im Pflegebereich zur Verfügung.

„Ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben muss das Ziel unserer Politik sein. Wesentlich dafür ist, dass Menschen im Alter gesund, körperlich und geistig fit bleiben. Spezifische Präventionsangebote für ältere Menschen müssen deshalb mehr in den Fokus rücken. Gerade hier zeigt sich in Vorarlberg aber Aufholbedarf, denn Soziallandesrätin Wiesflecker versucht die fehlende Präventionsstrategie hinter Phantasiezahlen zu verstecken“, erläutert NEOS-Landtagsabgeordneter Johannes Gasser und bezieht sich auf die aktuelle Anfragebeantwortung der Soziallandesrätin zum Thema Prävention in der Pflege. „Nur ein Bruchteil der kolportierten 2,2 Millionen Euro im Bereich der Prävention in der Pflege sind tatsächlich Angebote der Primärprävention. Der Ausbau der gerontopsychiatrischen Pflege- und Betreuungsangebote ist zwar zu begrüßen, einen präventiven Ansatz verfolgen diese Angebote aber nur bedingt. Es wird lediglich versucht bereits auftretende Probleme zu verzögern.“

„Damit wird auch in der Pflege viel zu wenig in vorbeugende Maßnahmen investiert. Das schadet den Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern in zweifacher Hinsicht: Einerseits vertun wir eine Chance, damit unsere älteren Mitmenschen länger selbstbestimmt und eigenständig ihr Leben führen können. Andererseits werden ohne eine umfassende Präventionsstrategie die Ausgaben im Pflegebereich weiter massiv ansteigen. Möglichkeiten zur Kostendämpfung werden brach liegen gelassen“, ärgert sich Johannes Gasser.

 

Forderung nach Präventionsstrategie

Für den Sozialsprecher der NEOS im Landtag ist nicht nur ärgerlich, dass zu wenig investiert wird. Er kritisiert auch fehlendes strategisches Vorgehen: „Eine Strategie fehlt bisher komplett. Stattdessen gibt es eine diffuse Gesundheitsförderungsstrategie, keine klaren Zuständigkeiten, unterschiedliche auszahlende Stellen, verschiedene Ansprechpersonen und ein unzureichender Fokus auf das eigentliche Thema.“ Gasser sieht großes Potenzial und einige positive Initiativen in einzelnen Regionen und Gemeinden, die vom Land nur besser abgeholt und koordiniert werden müssten: „Es reicht aber nicht bei runden Tischen den regionalen Verantwortlichen die Möglichkeit zu geben sich neben dutzenden anderen Themen auch über Präventionsmaßnahmen auszutauschen. Es braucht Engagement, Commitment und schlussendlich auch Ziele, Vorgaben und Ressourcen von Seiten des Landes“ ist der NEOS Abgeordnete überzeugt.