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NEOS Moosbrugger: „Bregenz soll Bildungshauptstadt Nr. 1 werden.“

09. September 2020

NEOS plus Bürgermeisterkandidat Alexander Moosbrugger: „Die Covid-19 Pandemie hat wie durch ein Brennglas die Probleme der heutigen Zeit verschärft. Das gilt ganz besonders für den Bildungsbereich. Nirgends sonst hat sich der Unterschied zwischen ‚chancenreich‘ und ‚chancenarm‘ so deutlich gezeigt wie beispielsweise in Bezug auf das Home-Schooling.“

Auf der einen Seite gebe es die gut gebildeten Eltern mit allen technischen Möglichkeiten, ihren Kindern den Unterricht aber auch soziale Kontakte digital zur Verfügung zu stellen. Auf der anderen Seite seien die Kinder aus bildungsfernen Familien, die weder die digitale Infrastruktur noch den Platz oder die Lernunterstützung von zu Hause bekommen haben, so Moosbrugger. „Damit hat sich die Situation, dass der Bildungserfolg eines Kindes von nichts so sehr abhängig ist als von der Bildungslaufbahn der Eltern, in der Krise noch einmal deutlich zugespitzt. Mit fatalen Folgen für die Kinder, aber auch für unsere ganze Gesellschaft. Zum einen, weil wir das Potential dieser Kinder und deren Vielfalt, die wir so dringend zur Lösung kommender Herausforderungen brauchen, nicht nutzen und zum anderen, weil jeder Jugendliche, der nach der Schule mangels Bildungserfolg nicht ins Erwerbsleben eintreten kann, unsere Gesellschaft ein Vielfaches dessen kostet, was notwendig wäre, um endlich für Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich zu sorgen. Damit muss Schluss sein!“

Community Education als gemeinwesenorientiertes Lernen gewinne in der Bildungspolitik immer mehr an Bedeutung. Community Education unterstütze Gemeinden bzw. Communities, ihre konkreten Problemlagen durch gemeinsames Handeln und gemeinwesenorientiertes Lernen zu bewältigen. Dabei würden Prinzipien wie Empowerment, Partizipation, Inklusion, Selbstbestimmung und Kooperation verknüpft. Jedes einzelne Kind stehe dabei im Mittelpunkt und soll sich individuell entfalten können. „Hier kann und muss die Stadt direkt tätig werden. Das Ziel muss sein, jede Elementarpädagogik-Einrichtung so auf- und auszubauen, dass die individuellen Talente jedes Kindes gefördert werden,“ fordert NEOS plus Bürgermeisterkandidat Alexander Moosbrugger.

 

Paradigmenwechsel in der Bildung

Das derzeitige Bildungssystem folge dem Optimierungswahn, so Bürgermeisterkandidat Moosbrugger: „Schneller, effizienter, Bestnoten, Konkurrenz und Druck. Wir NEOS fordern einen Paradigmenwechsel, denn es braucht gerade jetzt mutige und kreative Weltbürger_innen mit Gemeinsinn, die es gewohnt sind, lösungsorientiert zu denken und Verantwortung zu übernehmen.“ Ziel von gemeinwesenorientiertem Lernen sei es, in jedem Bregenzer Stadtteil eine lokale Einheit, einen sogenannten ‚Lernraum‘, zu schaffen. Die Bregenzer Stadtteile sollen ab sofort als eigene, in sich greifende und lebendige Unternehmen gesehen werden. Mit dem klaren Ziel, dass diese sich auch selbst weiterentwickeln. Schulen und Vereine vor Ort hätten den besten Einblick in den jeweiligen Stadtteil und könnten so individuell Kinder, Schüler_innen und Jugendliche unterstützen. „Dafür soll die neue Stadtregierung auch Mittel bereitstellen und damit untermauern, dass Bregenz als Landeshauptstadt die Bildungshauptstadt in Vorarlberg wird. Getreu dem Markenslogan des Landes Vorarlberg, wonach Vorarlberg bis 2035 der chancenreichste Lebensraum für unsere Kinder werden soll. Dabei gilt es, bei den Kleinsten anzufangen. Genau aus diesem Grund fordern wir auch einen Stadtrat bzw. eine Stadträtin für Elementarpädagogik, der/die die Kinder in den Mittelpunkt stellt. Nutzen wir unser Potential – zeigen wir, dass alle unsere Kinder die gleichen Chancen haben, um Großartiges leisten zu können.“