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Baustelle Verkehr – Ein Stau unerledigter Aufgaben

Der Reformstau in der Landesregierung geht zu Lasten der leidgeplagten Anrainer weiter

Bereits 2015 wurde im Landtag aufgrund eines NEOS Antrags die Überarbeitung des Verkehrskonzeptes 2006 beschlossen. Ziel war es, ein umfassendes, verkehrsträgerübergreifendes Konzept unter Berücksichtigung aktueller Ver­kehrs­planungen und Entwicklungen in den Nachbarländern (CH, FL, D) zu erstellen. Mittlerweile sind mehr als zwei Jahre vergangen – ohne sichtbares Ergebnis. Das ärgert uns natürlich zutiefst. Und das alles, obwohl nicht nur im „Verkehrskonzept 2006 – Mobil im Ländle“ festgehalten wurde, dass dieses Konzept alle 10 Jahre zu überarbeiten ist, sondern auch obwohl einem die Probleme im Verkehrsbereich durch tägliche Staus geradezu ins Gesicht springen.

Aus diesem Grund fordern wir erneut, umgehend ein umfassen­des, verkehrs­trä­ger­übergreifendes Gesamtverkehrskonzept für Vorarlberg zu erstellen. Das Konzept soll nicht nur den grenz­überschreitenden Verkehr (A, CH, FL, D), sondern auch neue visionäre Konzepte wie bei­spielsweise Seil- oder Hochbahnlösungen (Stichwort „Wälderbahn NEU“) un­be­dingt berücksichtigen.

Aus unserer Sicht muss dabei auch zwingend auf finanzielle und zeitliche Rahmenbedingungen Rücksicht genommen werden. So ist für uns eine kleine, aber schnelle Tunnel-Lösung in Feldkirch in Kombination mit einer LKW Umleitung ins mittlere Rheintal je­den­falls der millionenschweren Tunnelspinne vorzuziehen. Ich frage mich, wann die Verantwortlichen hier endlich zur Vernunft kommen und erkennen, dass das Mammutprojekt Tunnelspinne nicht nur viel zu lange dauert, sondern auch unfinanzierbar ist. Im unteren Rheintal braucht es aus unserer Sicht eine deutlich schnellere Lösung für eine Verbindung in die Schweiz. Es ist den Anrainern einfach nicht mehr zumutbar, weitere 20 – 30 Jahre auf eine Ent­lastung zu warten!

– Sabine Scheffknecht