Direkt zum Inhalt

* Pflichtfelder

Tu was! Spenden NEOS braucht dich Mitglied werden
« Zurück zur Übersicht

Die WKV als Millionenspeicher?

23.02.2015 Martina Hladik

Wozu braucht eine Standesvertretung Rücklagen in Millionenhöhe?

Das fragt sich wohl mancher Unternehmer, basiert doch das Geschäftsmodell auf Zwangsbeiträgen: keiner von uns ist der WK freiwillig beigetreten.

Die inneren Abläufe sind intransparent, wie man angesichts der derzeit stattfindenden WK Wahlen sieht: Wahlkarten muss man beantragen, es gibt keine direkt wählbaren Kandidaten, jungen Parteien wird durch die komplizierte Fachgruppeneinteilung der Antritt zusätzlich erschwert (Unterstützungserklärungen müssen in jeder der zahleichen Gruppen eingeholt werden). Diese Wahlordnung erinnert an die Anfänge unserer demokratischen Geschichte, als nur bestimmte Bürger zur Wahl zugelassen waren.

Die Erhöhung der Beiträge erfolgt willkürlich – so wurde in meiner Fachgruppe vor einem Jahr der Betrag verdoppelt! Auf Anfrage erfuhr ich, dass die Branchenvertreter eine Werbekampagne beauftragt hatten. Meine Frage, ob für die Kampagne ein Wettbewerb mit verschiedenen Agenturen stattgefunden hatte, wurde nicht schlüssig beantwortet, und bis auf einen Aufkleber, der mir zugesendet wurde, habe ich von der „Werbekampagne“ bisher wenig wahrgenommen, zu deren Notwendigkeit, Gestaltung und Durchführung ich trotz Zwangsbeitrag nicht einmal befragt wurde.
.
Die Tatsache, dass das WIFI gegenüber eigenen Mitgliedern als Konkurrent mit Seminaren und Beratungsdiensten auftritt und deren Leistungen z.T. günstiger anbietet, steht ebenfalls in der Kritik der betroffenen Zwangsmitglieder.

Als Unternehmerin, die auch in der Schweiz tätig ist, fallen mir die Unterschiede wohl besonders auf: es gibt dort keinerlei Zwangsmitgliedschaften, sondern einen gesunden Mitbewerb zwischen den einzelnen Verbänden.

Wenn die WK sich als Vertreter der Unternehmer sieht, sollte sie sich wie jedes Unternehmen dem Mitbewerb stellen und die Mitgliedschaft auf freiwillige Basis stellen.