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Dornbirner Schlachthof zur Schlachtbank? oder Dornbirner Schlachtpartie

Der Schlachthof Dornbirn scheint eine „Never Ending Story“ zu sein. Angefangen von dem äußerst problematischen Standort, über innerbetriebliche Probleme bis hin zu Vorwürfen der Tierquälerei.

Ins Zentrum rückte der Schlachthof Dornbirn, als NEOS einen illegalen Viehtransport der Ländle Viehvermarktung von Vorarlberg nach Graz an die Öffentlichkeit gebracht haben.. NEOS-Landtagsabgeordnete Martina Pointner bezeichnete es im Landtag als eine „Sauerei“, dass ein Viehtransport mit 21 Kühen nach Graz zum Schlachten geschickt wird. Abgesehen von der Respektlosigkeit gegenüber dem Tierwohl, werden hier auch klar und willig die Richtlinien des Tiertransports missachtet.

Eine plausible Erklärung, warum die Tiere zum Schlachten quer durch Österreich gekarrt werden, anstatt sie in den städtischen Schlachthof von Dornbirn zu bringen, gab es von Josef Moosbrugger nicht. Der Landwirtschaftskammer-Präsident und Dornbirner Stadtrat, der für das Schlachthaus verantwortlich ist, beruhigte mit widersprüchlichen Argumenten. (siehe Berichterstattung vol.at und vorarlberg.orf.at)

Und was machen Land und Stadt Dornbirn? Zahlen, Augen zu und abwarten.

Die aktuelle Diskussion über die Schließung des Schlachthofes zeigt wieder einmal, dass durch Geschäfte wie diese das Land sich nicht das erst Mal selbst ein Bein gestellt hat.

Denn während dem Schlachthof sprichwörtlich das Geschäft vor der Nase abtransportiert wird, wird dieser durch öffentliche Gelder gefördert.

Wir von NEOS wollen dem allem aber nun ein Ende setzen und verweigern deswegen ein Schlachthof „Dauer-Provisorium“, das den Anforderungen hinsichtlich Ausstattung, Arbeitsablauf und Standort nicht entspricht.

Was Vorarlberg braucht ist eine nachhaltige, zukunftsfähige Gesamtlösung, an einem neuen Standort. Zunächst ist zu sagen, dass das Betreiben eines Schlachthofes nicht Aufgabe der öffentlichen Hand ist. Dornbirn bildet hier einen fragwürdigen Einzelfall in ganz Österreich.

Daher lautet unsere Forderung, einen privaten Betreiber zu finden und die Vorlegung eines Fortführungskonzepts dieses Betreiber inklusive betriebswirtschaftlicher Kalkulation. Der Schlachthof darf daher auch nicht länger als weitere zwei Jahre am aktuellen Standort betrieben werden.

Dabei ist die Aufgabe der Stadt Dornbirns alleine die Rahmenbedingungen zu schaffen. Eine Anschubfinanzierung ist dafür durchaus denkbar, um so die regionalen Landwirtschaft, das Angebot regionaler Produkte aber auch die Stadt Dornbirn zu stärken.

Zumindest einem Teil unserer Forderung, dass der Schlachthof Dornbirn nicht dauerhaft am jetzigen Standort und nicht als städtische Einrichtung weitergeführt wird, wurde Rechnung getragen. Das Betreiben eines Schlachthofes ist keine Aufgabe der öffentlichen Hand. Die Schließung erfolgt spätestens per 31.12.16 und eine Fortführung am jetzigen Standort nach dem 31.12.16 ist nur dann möglich, wenn ein privater Betreiber gefunden wird. Hier konnten wir mit unserem Vorschlag einer befristeten Weiterführung auch alle anderen Parteien überzeugen und so ein Dauerprovisorium verhindern.