« Zurück zur Übersicht

Ein Kunstwerk als Fahrradbrücke: Der Birkenwiesesteg

09.03.2017 Team Dornbirn

Bei diesem Projekt läuft ziemlich viel schief. Wenn es nun zu einer Kostenexplosion von ursprünglich ca. 500.000,- auf 1,20 Millionen Euro netto (Stand 23.03.2017) gekommen ist, zeigt das schonungslos das Verhältnis der Architektur zu den technischen Anforderungen auf.

Bereits beim Architekturwettbewerb mit vier Einreichungen, hat sich das Siegerprojekt nicht an die finanzielle Vorgabe gehalten. Die von den Architekten Marte.Marte vorgeschlagene Verwendung von Cor-ten Stahl für einen Brückenneubau in einer hochrangigen Radwegverbindung ist für uns nicht nachvollziehbar. Eine Brücke, die rechnerisch 80 Jahre lang mit nur einer einzigen Generalsanierung der Bevölkerung zur Verfügung stehen muss, kann doch nicht aus einem Material errichtet werden, das keine standardmäßige Schneeräumung zulässt.

Im letzten Tiefbauausschuss waren drei externe Experten zum Thema Verbreiterung der Zulaufstrecken geladen. Sieben Tage später ist diese Verbreiterung wieder vom Tisch. Gleichzeitig fehlt aber immer noch die verbindliche Zusage des Landes Vorarlberg für die Übernahme von 70% der Kosten. Werden die Regierungsmitglieder auch langsam stutzig? Von jenen 3,5 Millionen Euro, die das Land Vorarlberg für Investitionen in die Radinfrastruktur zur Verfügung stellt, soll doch ein erheblicher Teil für dieses einzelne Projekt in Dornbirn verwendet werden.

Für uns NEOS steht die Notwendigkeit einer neuen Brücke oder eine Verbreiterung des alten Steges außer Diskussion. Die Steigerung im Radverkehr erfordert eine rasche Lösung. So wie es derzeit ausschaut, wird es aber vor allem eine teure. Das vorgelegte Projekt ist ein Kunstwerk, das zufällig auch von Radlern und Fußgänger benutzt wird. Wir fordern daher ein Zurück zum Start damit auch die technischen Anforderungen für eine reibungslose langjährige Benützung eingeplant werden.

– Elisabeth Feuerstein