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Familie modern verstehen

Echte Wahlfreiheit für Eltern zwischen Beruf und Familienarbeit muss durch die Vorarlberger Politik gewährleistet sein. „Echte Wahlfreiheit wird es erst dann geben, wenn genügend hochwertige Kinderbetreuungsplätze vorhanden sind und Eltern, aber vor allem Frauen, durch Maßnahmen wie das verpflichtende Pensionssplitting nicht mehr in Altersarmut gedrängt werden“, sagt NEOS-Spitzenkandidatin Sabine Scheffknecht.

Vorarlberg ist das Bundesland mit der durchschnittlich höchsten Anzahl an Schließtagen von Kinderbetreuungsstätten im Jahr. Und mit den kürzesten Tagesöffnungszeiten in diesen Einrichtungen. Die so oft beschworene Vorbildrolle hat es bei der Kinderbetreuung nie gegeben. Trotz anders lautender Zusagen haben Vorarlberger Kindergärten noch immer an durchschnittlich 38,4 Arbeitstagen im Jahr geschlossen – das sind fast acht Wochen, die von berufstätigen Eltern nicht oder nur mit größten Problemen zu überbrücken sind. Zudem liegt die Betreuungsquote der Null- bis Dreijährigen bei 22 Prozent, deutlich unter dem österreichischen Schnitt von 25 Prozent – und weit von den angestrebten 33 Prozent von Familienministerin Karmasin entfernt.

Fehlender politischer Wille unverständlich

„Der fehlende politische Wille zum Ausbau hochwertiger Kinderbetreuungseinrichtungen mit alltagstauglichen Öffnungszeiten können wir NEOS nicht verstehen“, betont Sabine Scheffknecht. „Man muss den Familien mehr Flexibilität und damit auch mehr gemeinsame Zeit geben. Es kann nicht sein, dass sich berufstätige Eltern zum Beispiel ihren gesamten Urlaub aufteilen müssen, um ihre Kinder betreuen zu können.“

Erste wichtige Bildungsstätten

Darüber hinaus erfüllen Kinderbetreuungseinrichtungen als erste Bildungsstätten wichtige Aufgaben: „Setzt man bewusst auf eine hohe Qualität bei der Betreuung, dann profitieren die Kinder davon, dass sie bereits im jungen Alter gezielt gefördert werden, wichtige soziale Kompetenzen erlernen und bei mangelnden Sprachkenntnisse frühzeitig entsprechend unterstützt werden“, meint NEOS-Landtagskandidatin Martina Pointner. Daher lautet die NEOSVision: Ab dem ersten Geburtstag steht für jedes Kind auf Wunsch ein hochwertiger Betreuungsplatz mit gut ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen zur Verfügung.

Gefahr der Altersarmut

Der mangelnde Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen führt auch dazu, dass Elternteile oft nicht die Möglichkeit haben, ausreichend Beitragszahlungen auf ihr Pensionskonto zu leisten. Dies führt – Jahrzehnte danach – oft in die Armutsfalle, die in zwei Drittel aller Fälle Frauen betrifft. Gründe dafür sind das frühere Pensionsantrittsalter, fehlende Beitragsjahre aufgrund der Kindererziehungszeiten und die häufige Teilzeitarbeit bei Frauen.

Verpflichtendes Pensionssplitting

„Es geht uns darum, dass Frauen nicht in die Abhängigkeit geschickt werden, sondern dass sie die Möglichkeit haben, ihr Leben eigenständig gestalten zu können“, sind sich Sabine Scheffknecht und Martina Pointner einig. „Der Elternteil, der Familienarbeit leistet, soll nicht dafür bestraft werden, dass er seinen Job aufgibt, respektive unterbricht. Deswegen fordern wir ein verpflichtendes Pensionssplitting für die Zeit der Kindererziehung. Die Pensionskontogutschriften werden zwischen den Kindeseltern gleichmäßig auf die Konten aufgeteilt. Splittingpflicht besteht für die leiblichen Eltern unabhängig von einer Ehe oder einer aufrechten Partnerschaft. Erst dann ist echte Wahlfreiheit für beide Elternteile gewährleistet.“