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„Gemeinsame Schule ist kein Allheilmittel – Wer mündige Menschen will, braucht auch mündige Schulen!“

Die „Gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen“ ist nach wie vor Thema im Land – nach dem jüngsten Vorstoß von ÖVP-Chef Mitterlehner haben die NEOS das Vorarlberger Bildungsprojekt zur Dringlichen Anfrage an LR Bernadette Mennel gemacht. Dabei ging es vor allem darum, wesentliche inhaltliche Fragen zu klären.

„Die Gemeinsame Schule ist, wenn sie erfolgreich sein soll, mit Sicherheit kein Selbstläufer ist. Daher liegt uns viel daran, die aus unserer Sicht erfolgsentscheidenden Punkte, wie Ausgestaltung der Schulautonomie, freie Schulwahl und Aufhebung der Sprengelregelung möglichst frühzeitig zu klären“, sagt Landtagsabgeordnete Martina Pointner. Denn sollte sich die „Gemeinsame Schule“ in Richtung einer verpflichtenden „Sprengel-Gesamtschule“ entwickeln, so sei das für die NEOS sicher nicht der richtige Weg.

„Was wir wollen, ist eine bessere Schule und bessere Lernergebnisse für alle Kinder, deren Talente und Interessen so vielfältig sind, wie die Kinder selbst. Daher braucht es nicht nur Vielfalt an der Schule, sondern auch Vielfalt unter den Schulen – mit gemeinsamen, überprüfbaren Bildungszielen, versteht sich. Und damit Kinder und Eltern aus der Vielfalt wählen können, braucht es die freie Schulwahl ohne Sprengelzwang“, erklärt Pointner.

Sollte es nicht gelingen, echte Schulautonomie, Vielfalt und Wahlfreiheit sicher zu stellen, sehen die NEOS die akute Gefahr, dass die gesellschaftliche Trennlinie zwischen Neuer Mittelschule und Gymnasium abgelöst wird von einer Trennlinie zwischen öffentlicher Schule und schulgeldpflichtiger Privatschule. „Eine Zwei-Klassen-Bildungslandschaft ist wirklich das letzte, was wir wollen können. Daher werden wir auch weiterhin unsere Vorstellungen einer gelingenden Schule mit Nachdruck vertreten. Denn die Chancen der Gemeinsamen Schule sind nur dann größer als ihre Gefahren, wenn die genannten Eckpunkte unseres Schulkonzepts mit abgedeckt sind“, so Pointner.