« Zurück zur Übersicht

Im aktuellen Bildungschaos sollten alle an einem Strang ziehen!

Wir sagen zu Landesrätin Schöbi-Fink: So nicht!

In einem Interview mit den Vorarlberger Nachrichten im Juni stellte Frau Landesrätin Schöbi-Fink in Frage, ob die Direktor_innen in den vergangenen Jahren tatsächlich die richtige Anzahl an außerordentlichen Schüler_innen gemeldet haben. Anstatt die Direktor_innen im Kampf um massive Stundenkürzungen zu unterstützen, steht jetzt ein Generalverdacht im Raum, der wohl jeder Grundlage entbehrt. Es werden hier die Direktor_innen an den Pranger gestellt, um eigenes Verfehlen zu überspielen. Im aktuellen Bildungschaos sollte es lieber heißen:  Landesschulrätin, Schulabteilung, Schulaufsicht, und Pädagoginnen und Pädagogen ziehen an einem Strang für die beste Bildung unserer Kinder. Offensichtlich ist das aber nicht das Ziel der Landesregierung.

 

Streitthema Deutschklassen

Gerade die Direktor_innen schlagen diesbezüglich Alarm. Die neuen Deutschklassen bringen nämlich nicht nur für Kinder mit Migrationshintergrund Nachteile, sondern auch für die meisten anderen Kinder. Grund dafür sind die damit verbundenen Stundenkürzungen im Vorschulbereich und im Bereich der außerordentlichen Schüler_innen. Über diese „Kürzungen durch die Hintertür“ bin ich verärgert! Mir wurden Beispiele gezeigt, in denen größere Schulen einen Großteil ihrer frei verfügbaren Stunden verlieren. Hier wird uns Frau Landesrätin Schöbi-Fink Rede und Antwort stehen müssen. Wenn es wirklich so ist, dass die neuen Deutschklassen nichts weniger sind, als ein massives Sparpaket im Bildungsbereich, dann ist das nicht tragbar!

Ich sehe in den getätigten Aussagen von Schöbi-Fink ein reines Ablenkungsmanöver und ein Abstreifen der Verantwortung. Wenn die Landesrätin wirklich etwas für die Bildung unserer Kinder tun will, dann muss sie sich entschieden gegen die Stundenkürzungenstellen, die sich aufgrund der Deutschklassen ergeben. Dass sie die Integrität und Loyalität der Direktorinnen und Direktoren in Frage stellt, ist unzumutbar.

– Sabine Scheffknecht