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JUNOS Vorarlberg: „Religionsunterricht braucht Generalüberholung

JUNOS-Vorsitzende Fabienne Lackner: „Die Werte unserer Verfassung stehen über religiöser Weltanschauung.“

 

Wir Vorarlberger JUNOS üben heftige Kritik an der aktuellen Form des Religionsunterrichtes. Schülerinnen und Schüler sollen sich nicht mehr zwischen dem Religions- und Ethikunterricht entscheiden müssen. Verschiedene weltanschauliche und religiöse Ansätze sowie die Werte der Verfassung müssen in einem Unterrichtsfach für alle vermittelt werden. Der bekennende Religionsunterricht wird durch ein weltanschaulich neutrales Fach „Ethik und Religionen“ ersetzt, in dem moralische und ethische Fragen diskutiert und verschiedene Religionen und Weltanschauungen neutral unterrichtet und erklärt werden. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Konfessionen sollen daran gemeinsam teilnehmen.

 

Klare Trennung zwischen Staat und Religion

 

Als JUNOS fordern wir natürlich die klare Trennung von Staat und Religion. Nichtsdestotrotz ist nicht zu leugnen, dass Religion einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert in unserer Gesellschaft einnimmt. Es ist daher nur logisch, dass Schülerinnen und Schüler eine umfassende Aufklärung erhalten müssen. Denn Aufklärung stellt das stärkste Gegenmittel gegen Extremismus und Vorurteile dar. Im Unterrichtsfach „Ethik und Religionen“, sollen alle Kinder und Jugendliche ein Verständnis für unterschiedliche Weltanschauungen entwickeln. Alle Schülerinnen und Schüler – egal ob Christen, Muslime, Juden, Buddhisten, Hinduisten, Atheisten und andere – sollen denselben Unterricht besuchen.

 

Standardisierte Ausbildung an Hochschulen

 

Besondere Erfordernisse verlangen wir JUNOS hinsichtlich der Qualitätssicherung. Zunächst ist unerlässlich, dass eine standardisierte Ausbildung an Hochschulen eingeführt wird. Auch eine sehr genaue Auswahl der Lehrbeauftragten ist für uns ein Muss. Ganz besonders die politische und weltanschauliche Unabhängigkeit ist eine wichtige Anforderung, die auch mit laufenden Evaluierungen zu gewährleisten ist. Für den Lehrplan soll es, neben Rahmenvorgaben mit bestimmten Zielen, auch Gestaltungsfreiraum für die im Sinne der genannten Vorgaben ausgebildeten Lehrpersonen geben.

 

Fabienne Lackner – JUNOS Vorarlberg