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Land Vorarlberg belohnt höheren Wasserverbrauch

17.03.2017 Gerald Loacker

Mit einer Novelle des Kanalisationsgesetzes hat die Vorarlberger Landesregierung Anfang März 2017 einen sprichwörtlichen Bock geschossen. Das neue Gesetz lässt es zu, die Kosten für Großverbraucher zu reduzieren und die Sparsamen mehr zu belasten.

Künftig können 25% des Gesamtverbrauchs einer Gemeinde in Form einer Grundgebühr eingehoben werden. Diese ist vom tatsächlichen Verbrauch unabhängig. Der tatsächliche Verbrauch eines Haushalts wird auf diese Grundgebühr angerechnet. Das bedeutet: Der konkrete Verbrauch ist nur zu bezahlen, soweit er diese Grundgebühr übersteigt.

Zeitgemäß wären Anreize, den Verbrauch im Sinne der Umwelt und Ressourcenschonung zu reduzieren. Wer weniger verbraucht, sollte billiger davonkommen. Stattdessen belohnt das Land Vorarlberg Großverbraucher. Wer besonders sparsam war, hat Pech gehabt.

Das trifft vor allem ältere Personen, die oft alleine wohnen und nun mit höheren monatlichen Betriebskosten konfrontiert werden. Ökologisch, nachhaltig, sozial? Ein klassisches „Nicht genügend“ in drei Kriterien für schwarz-grüne Vorarlberger Landesregierung.