« Zurück zur Übersicht

Montforthaus: Alles andere als eine „Cash-Cow“ für die Stadt

Bürgermeister Berchtold bezeichnet die Stadtwerke als „Cash-Cow“ der Stadt Feldkirch. Jetzt wird auch klar, wofür die Bürger der Stadt Feldkirch abgecasht werden müssen: Für das Montforthaus. Dieses entwickelt sich immer mehr zum finanziellen Problemfall für die Stadt Feldkirch.

Die Stadt plant für das Haus mit einem operativen Defizit von bis zu 1,8 Millionen Euro pro Jahr (und dies für die nächsten Jahrzehnte!). Dazu kommen jährlich rund 1,1 Millionen Euro an Kreditrückzahlungen für die Errichtungskosten. In Summe also knapp drei Millionen Euro im Jahr – das ist mehr als die Stadt ihren 15 Kindergärten zuschießen muss!

Fraglich ist zudem, ob künftig diese besorgniserregenden Zahlen überhaupt gehalten werden können. Denn die anfängliche Euphorie ist bereits verflogen. Immer mehr kleine Veranstalter stellen fest, dass ein Event im Haus kaum leistbar ist. Die ersten Maturaklassen überlegen schon, ihre Bälle künftig wieder im Kulturhaus in Dornbirn abzuhalten. Den lokalen Vereinen und Maturaklassen muss ein attraktiver Preis gemacht werden!

Viel wurde versprochen im Vorfeld, doch im Veranstaltungskalender sucht man vergeblich nach neuen und interessanten Veranstaltungen für die Feldkircher Bevölkerung. So ein Haus füllt sich nicht von alleine, dafür ist die Konkurrenz zu groß. Es braucht hier dringend einen Strategiewechsel: richtige ‚Kassenknüller’ müssen das Haus finanziell tragen – ansonsten bleibt das Montforthaus für Feldkirch ein absolutes Defizitgeschäft auf Jahrzehnte.

Die Stadt ist offensichtlich überfordert mit dem Betrieb des Montforthauses. Wir fordern daher eine Verstärkung des Teams um einen Profi, der Erfahrung mit dem Betrieb eines Hauses dieser Größenordnung hat.

Unbestritten ist: das Haus ist architektonisch gelungen und fügt sich schön in das Stadtbild ein. Die kleineren funktionalen Mängel sind behebbar, und der Service bei den Bällen wird auch noch in Tritt kommen – sofern die Feldkircher das Haus bald nicht nur noch von Außen ansehen.

Georg Oberndorfer, Spitzenkandidat in Feldkirch

  • Herbert Salzmann

    Das Haus bietet aber auch eines der innovativsten Musikprogramme im deutschsprachigen Raum. Für „Maturaklassen“ und „Vereine“ würde ein Vereinsheim auch genügen. Bin selber ein Neos-Unterstützer der ersten Stunde, hier habe ich aber das Gefühl, dass populistische Vorurteile geweckt werden sollen.

    • Georg Oberndorfer

      Die Montforter Zwischentöne sind anspruchsvoll und klingen interessant, absolut. Aber sie alleine rechtfertigen diesen Bau auch nicht. So ein teures und großes Haus muß das ganze Jahr über gut ausgelastet sein, und das vermissen wir. Ist das Populismus? Vielleicht. Man könnte es aber auch verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit diesem Thema nennen. Wir wollen sicherstellen, daß die Feldkircher viel Freude mit diesem Haus haben, und nicht nur hohe Kosten.

  • Bürgermeister Berchtold glaubt das es sein Gebäude ist. Die schwarzen Kasiner sind völlig abgehoben, sie brauchen die Bürger nur für die Steuern und alle paar Jahre deren Stimmen. Ansonsten sind ihnen die Bürger nur lästig…….