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Nein zur Übernahme der Kletterhalle

Kann es sein, dass die Dornbirner Bürgerinnen und Bürger für die Unverfrorenheit von Unternehmern tief in die Tasche greifen müssen und die Stadt Dornbirn den privaten Betrieb – die K1 Kletterhalle Betriebs GmbH – übernehmen muss? Nein natürlich nicht!

Doch wie kommt es dazu? Ich möchte auf folgenden Sachverhalt und die Entwicklung um die Kletterhalle aufmerksam machen.

Mehrere Unternehmer haben gemeinsam eine GmbH gegründet. Diese Gesellschaft hat um eine Förderung für eine Kletterhalle angesucht und diese Förderung in Höhe von 220.000 Euro (Land) und 73.000 Euro (Stadt Dornbirn) bekommen. In der Annahme, dass diese Kletterhalle mindestens 20 Jahre lang betrieben wird, erstreckt sich die Förderung auf über 20 Jahre. Mit 31.12.2015 sind noch 150.000 € offen.
Jetzt wollen die Unternehmer nach gut zehn Jahren nicht weitermachen. Das ist ihr gutes Recht und ihre freie Entscheidung.

Gleichzeitig aber wollen sie auch, dass die Stadt Dornbirn ihnen alles ablöst: Die Förderung, mehr als die ursprüngliche Einlage in die GmbH, und die offenen Schulden. In Summe als fast 450.000 Euro.

Toll für diese Unternehmer: Sie finden einen Fördergeber, nämlich die Stadt Dornbirn, der bereit ist, ihnen das gesamte unternehmerische Risiko abzunehmen. Darüber hinaus übernimmt die Stadt die offene Verbindlichkeit gegenüber dem Land Vorarlberg aus der Nichteinhaltung von Förderbedingungen.

Mal ganz abgesehen davon, ergibt sich auch die berechtigte Frage, wieviel Unternehmerlohn die Gesellschafter aus der GmbH in den letzten 10 Jahren bezogen haben. Für mich jedenfalls in Summe ein gutes und ein risikoloses Geschäft für die betroffenen Personen.

Das hat meines Erachtens mit Unternehmertum nichts zu tun. Die öffentliche Hand kann und darf nicht die Rückversicherung für sämtliche unternehmerischen Aktivitäten sein. Mit demselben Recht könnte die Stadt das nächste Fitness-Studio oder das nächste Gasthaus übernehmen, das vor dem Zusperren steht, weil die Unternehmer nicht mehr wollen.