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NEOS Bregenz setzt sich für einen zeitlich befristeten gratis Stadtbus während der Verkehrsbehinderung durch den Seestadt- Seequartier und Bahnhofsneubau ein.

Bre­genz wird be­wegt

Was macht Verkehr wenn man ihm die Wege nimmt? Er stockt, es bilden sich Staus. Es gibt dicke Luft und auch der Schaden für die Volkswirtschaft ist groß. Zahlreiche Studien von Unternehmen wie Centre for Economics and Business Research oder INRIX weisen alarmierende Schadenssummen aufgrund von Staus aus.

All das wissen Stadtplaner und Politiker. Deshalb wird in mehr oder weniger homöopathischen Dosen langsam und beständig an der Verkehrsflächen-Schraube gedreht: die Wege werden enger, die Anzahl der Fahrspuren weniger, Hindernisse werden eingebaut, Geschwindigkeiten minimiert. Alles mit dem Ziel die Dominanz des motorisierten Individualverkehrs zurückzudrängen. Das ist zweifelsohne richtig, sinnvoll und zukunftsweisend. Ein Gutteil der Lebensqualität einer Stadt definiert sich durch Mobilität in allen Ausprägungen, nicht beschränkt auf motorisierten Individualverkehr. Diesem Umstand darf man sich nicht verschließen.

Mutige Lösungen statt noch mehr Stau

In Bregenz kommen die Seestadt und das Seequartier. Im Endbericht des Generalverkehrskonzepts 2014 der Stadt Bregenz ist hierzu von sogenannten „projektbezogenen Verkehrszunahmen“ die Rede. Wenn ganze Straßenspuren eliminiert werden, nimmt die Leistungsfähigkeit der Straße ab – Die Folge bei entsprechendem Verkehrsaufkommen ist Stau- das könnte man auch aussprechen.

Die Bregenzer Bevölkerung wird das massiv zu spüren bekommen. Es braucht also auch hier Lösungen, die mutig sind. Lösungen die allen Menschen helfen, möglichst stressfrei durch diese Bauzeit zu kommen.

NEOS fordert: zeitlich befristet kostenfreier Stadtbus für alle!

NEOS Bregenz fordert für die Dauer der Behinderung durch den Bau von Seestadt und Seequartier zumindest den Stadtbus für alle Verkehrsteilnehmer kostenfrei zu machen. Der Betrieb des Stadtbusnetzes durch die Stadtwerke Bregenz kostet jährlich etwa 2,5 Millionen Euro. Ca. 15% dieser Kosten decken sich durch Einnahmen aus dem Ticketverkauf.Ein gratis Stadtbus umgerechnet in einen „Verlust“ für die Stadt (entfallende Ticketeinnahmen) wären somit 375.000Euro. D.h. wenn die Bevölkerung und Gäste den Stadtbus während der Bauphase von Seestadt und Seequartier gratis nutzen könnten, würde das das Stadtbudgets mit maximal 375.000 Euro belasten – das entspricht ca. 0,4% des Stadtbudgets.

375.000 Euro entsprechen übrigens errechneten 19 Tagen Vignetten-Flucht-Verkehr: würde jeder Vignetten-Flüchtling (im Schnitt 3,200 Autos pro Werktag) die 8,70 Euro, die eine 10-Tages-Vignette kostest, bezahlen, um durch Bregenz durchzufahren, wäre in 19 Tagen der Gegenwert aller verkauften Tickets eines Jahres des Stadtbus erwirtschaftet.

Das ist natürlich nur die Ist-Situation. Durch die Transit-Maut werden die Durchreisenden weniger – und das ist ja das Ziel einer Transit-Maut für Vignettenflüchtlinge. Wenn nur die Hälfte oder ein Viertel der Fahrzeuge durchfahren hat Bregenz Lebensqualität gewonnen und die Finanzierung ist immer noch gesichert.

Zukunftsfit und nachhaltig

Dass die an den Großprojekten Seestadt und Seequartier beteiligten Bauträger den gratis Stadtbus werbetechnisch klug mit-/gegenfinanzieren könnten, sei bei Gesamtbaukosten von etwa 181Mio Euro, nur als weiterführende Idee in den Raum gestellt. Letztlich gewinnt auch die Stadt Bregenz im Rennen um Nachhaltigkeit: wer für längere Zeit auf den Stadtbus umsteigt und sich erfolgreich fortbewegt, wird diesen auch in der Zukunft gerne vermehrt nützen.