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Neuerlicher Tierschutzskandal im „Tierschutzland Nr. 1“

NEOS-Tierschutzsprecherin Martina Pointner: „Wann werden endlich Konsequenzen gezogen?“

 

NEOS-Tierschutzsprecherin Martina Pointner zeigt sich schockiert über die Zustände im städtischen Schlachthof in Dornbirn, die durch die Videos des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) nunmehr belegt werden. Die Abgeordnete, die kürzlich den Tiertransportskandal rund um die Ländle Viehvermarktung aufgedeckt hat, fordert restlose Aufklärung – und dass der zuständige Dornbirner Stadtrat, Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger, der auch im Transportskandal seine Finger im Spiel hatte, endlich Konsequenzen zieht.

„Auch mir wurde immer wieder über erschreckende Zustände in Schlachtbetrieben, und zwar auch im Dornbirner Schlachthof berichtet. Bislang lagen dafür keine Beweise vor – das ist nun aufgrund der Videoaufnahmen anders und ich hoffe sehr, dass dies nun endlich Anlass dafür ist, das Thema in Vorarlberg ehrlich und auf breiter Ebene zu diskutieren“, betont Pointner, die sich erst in der Landtagsitzung am vergangenen Mittwoch mit aller Deutlichkeit für mehr Ehrlichkeit und Transparenz in der Landwirtschaft ausgesprochen hat.

Eine Schlüsselfigur in dieser Causa ist Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger, der als Dornbirner Stadtrat für den Schlachthof verantwortlich zeichnet. Zudem ist er Obmann der Ländle Viehvermarktung, die jährlich Tausende Tiere zur Schlachtung in den Schlachthof liefert. „Mir kann niemand erzählen, dass Herr Moosbrugger keine Ahnung davon hat, was im Schlachthof Dornbirn passiert. Und ich bin schockiert, dass hier einfach weggeschaut und dadurch unnötiges Tierleid in Kauf genommen wird. Das ist nicht nur aus tierschutzrechtlicher Sicht höchst bedenklich, sondern auch eine echte Gefahr für den Landwirtschaftsstandort Vorarlberg, weil Konsumenten, die bewusst regionale Produkte erwerben im Glauben, damit Qualität zu fördern, sich zu recht betrogen fühlen“, so Pointner.

Sie fordert daher eine lückenlose Aufklärung dieser Vorkommnisse und die umgehende Verbesserung der Arbeitsabläufe im Dornbirner Schlachthof. „Der Einsatz von Elektroschockern und Zangen sowie andere unnötige Grausamkeiten gehören sofort abgestellt. Die Stadt Dornbirn beschäftigt einen eigenen Tierarzt, dessen Aufgabe es ist, für eine tiergerechte Behandlung zu sorgen. Josef Moosbrugger hat als zuständiger Stadtrat offenbar auf ganzer Linie versagt und wir fordern daher mit Nachdruck seinen Rücktritt“, findet Pointner klare Worte.