NEOS Bregenz

NEOS Bregenz zur Gutscheinaktion: „Die Idee ist gut, die Umsetzung leider nicht treffsicher.“

26. November 2021

Moosbrugger: „Wir wollen dieses Geld bei langfristigen Projekten zur Unterstützung der bedürftigen Familien einsetzen.“

Im Bregenzer Stadtrat wurde eine einmalige Auszahlung von Gutscheinen an Familien, die Mindestsicherung oder Sozialhilfe beziehen beschlossen. NEOS Bregenz Obmann Alexander Moosbrugger hätte dieses Geld lieber in nachhaltige Strukturen und Projekte investiert, die diesen Familien langfristig dabei helfen, von der Armutsgrenze weg zu kommen. „Die Idee, die Hilfsbedürftigen dieser Stadt, gerade in diesen schwierigen Zeiten weiter zu unterstützen ist natürlich eine gute Sache. Die Umsetzung in Form von einmalig ausbezahlten Waren- und Gastronomiegutscheinen ist jedoch nicht treffsicher und hilft diesen Familien langfristig nicht aus der aktuell prekären Situation. Man spricht von ca. 170.000 € die einmalig aufgewendet werden. Wir sind absolut dafür, dass dieses Geld auch bei diesen Familien bzw. deren Kindern ankommt. Wir NEOS sehen die beste Unterstützung aber in einem Ausbau von Entlastungs- und Bildungsangeboten. Die Struktur, die diesen Familien und Kindern hilft, muss in Bregenz nachhaltig ausgebaut werden“, erklärt Moosbrugger.

 

Gutscheine keine nachhaltige Lösung

Laut NEOS kann mit den geplanten Gutscheinen zudem nicht gewährleistet werden, dass die Beträge auch zur Gänze bei den Kindern ankommen, beziehungsweise stellen sie die Nachhaltigkeit der Aktion in Frage. „Bregenzer Kindergärten können sich teilweise kein Bastel- und Spielzeug leisten. Auch in der Jugendförderung fehlt Geld. Zudem ist das Budget von Bregenz bereits schwer belastet. Wir brauchen eine aktiv gestaltete und vor allem treffsichere Finanzierung, damit das Geld auch da ankommt, wo es eine nachhaltige Wirkung für Familien in Not erzielen kann. Die Idee ist gut, das Ansinnen sicher ehrenvoll – die Umsetzung ginge leider, wie so vieles, das aus dem Rathaus kommt, um einiges besser und nachhaltiger“, schließt Moosbrugger.