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Neue Weichenstellungen für die Vorarlberger Bildungspolitik

So sehr ich Landesrätin Mennel als Mensch schätze, so sehr sehe ich auch, dass neue Weichenstellungen in der Vorarlberger Bildungspolitik notwendig sind. Ich ziehe den Hut vor Frau Dr. Mennel, dass Sie das erkannt hat und mutig genug war, für sich die Konsequenzen zu ziehen und zurückzutreten.

 

Zugegebenermaßen sind die Rahmenbedingungen für eine gelingende Bildungspolitik im Land nicht einfach. So fehlt vor allem von oberster Stelle der entsprechende Rückhalt. Ich habe nicht das Gefühl, dass Herr Landeshauptmann Wallner verstanden hat, dass wir hier vom Zukunftsthema Nr. 1 reden! Dass Vorarlberg seit Jahren bei Bildungstestungen immer zu den Schlusslichtern im Bundesländervergleich gehört, ist mehr als beschämend. Das gehört sicher nicht zu den guten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, für die sich Herr Landeshauptmann immer so gerne rühmt.

 

ich bin überzeugt, dass man sich zu sehr an die Modellregion „Gemeinsame Schule“ klammert, der wohl mit der neuen Bundesregierung nun effektiv eine Absage erteilt wurde. Viel sinnvoller, als sich weiter an nicht umsetzbare Projekte zu klammern, wäre es, sich stattdessen mit der Frage zu beschäftigen, wie man sich auch ohne Modellregion gemeinsam auf den Weg in Richtung „Bessere Schule“ machen kann. Schon jetzt ist viel mehr möglich, wie Beispiele in Ludesch, Hard und Lustenau eindrücklich beweisen.

 

Frau Landesrätin Mennel wünsche ich von Herzen alles Gute für den weiteren beruflichen wie privaten Lebensweg!

 

-Sabine Scheffknecht