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Scheffknecht zu Rücktritt von Hypo-Chef Grahammer: „Hoffentlich kein Bauernopfer!“

NEOS Landessprecherin Sabine Scheffknecht ist nicht wirklich überrascht über den Rücktritt von Hypo-Vorstandsvorsitzendem Michael Grahammer: „Ich kann diesen Schritt nachvollziehen, hoffe aber, dass es sich hier nicht um ein Baueropfer im Spiel um den politischen Machterhalt handelt.“

Eine Bank dieser Größenordnung zu führen und dabei gleichzeitig nicht nur die zum Teil widersprüchlichen Zielsetzungen der Eigentümer wie etwa Wachstum, Gewinnoptimierung, Stabilität und Regionalität im Auge zu behalten, sondern auch politischen Interessen Genüge zu tun, sei sicher nicht einfach, so Scheffknecht. „Zuerst das Heta-Debakel, bei dem es in der heißen Phase bei der Pfandbriefstelle, für die alle Hypos und Länder solidarisch haften, wirklich um alles gegangen ist, und jetzt die ‚Panama-Papers’, die die Hypo Vorarlberg in ein schlechtes Bild rücken – kein Wunder, dass Michael Grahammer der Zwiespalt zwischen Wachstum, Gewinnorientierung und den politischen Vorgaben mit all den Einmischungen und Zurufen zu viel geworden sind.“ Inwieweit für diesen Rücktritt auch weitere Gründe im Zusammenhang mit den „Panama-Papers“ eine Rolle spielen, gelte es im heutigen Kontrollausschuss des Landtages zu klären.

Hypo als Selbstbedienungsladen des Landes bei Heta-Schuldenschnitt

Ein Beispiel für diese politische Einmischung sei die Vorgehensweise beim möglicherweise kurz bevorstehenden Schuldenschnitt der Heta. Wie die Beantwortung einer Anfrage der NEOS durch Landeshauptmann Wallner bestätigt, würde sich das Land Vorarlberg seinen Anteil, der je nach Quote zwischen rund 25 und 45 Mio. Euro liegen kann, kurzerhand von der Hypo als Sonderdividende ausschütten lassen. „Dass die Hypo-Verantwortlichen von einem politischen Selbstbedienungsladen dieser Art nicht begeistert sein können, liegt auf der Hand“, so Scheffknecht.