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Mit Schulautonomie zu besserer Bildung für alle

Was ist und wozu Schulautonomie?

Stell dir folgende Situation vor:

Du leitest eine Firma. Du willst mit einem funktionierenden Team erfolgreich arbeiten. Aber du darfst dir deine Mitarbeiter_innen in Schlüsselfunktionen nicht aussuchen, hast keinerlei Mitsprache bei der Auswahl deines Teams und keine Möglichkeit Mitarbeiter_innen auszutauschen. Wie hoch sind unter diesen Voraussetzungen die Chancen, die Firma erfolgreich zu führen? Du meinst, das geht nicht? Muss es derzeit aber! Unter diesen Bedingungen müssen Direktor_innen an unseren Pflichtschulen arbeiten.

Das ist einer der Gründe, warum wir NEOS uns für echte Schulautonomie einsetzen. Kompetente Schuldirektor_innen müssen endlich Entscheidungs- und Handlungsfreiheit in Personalfragen haben!

 

Mehr Qualität durch Vielfalt – durch freie Schulen

Wir wollen Vielfalt in der Bildung und daher freie Schulen – frei bei der Wahl ihrer Lehr- und Lernmethoden, ihrer Lehrinhalte, ihrer Lehrer_innen. Wer für pädagogische Qualität sorgen muss, braucht Gestaltungsspielraum und soll auch die entsprechenden Voraussetzungen dafür haben.

Dafür braucht es erstens pädagogische Autonomie (ohne hohe bürokratische Hürden), zweitens personelle Autonomie (d.h. die Schule wählt selbständig die Lehrer_innen aus, die zu ihr passen und die sie für nötig hält) und drittens finanzielle Autonomie (d.h. die Schule entscheidet selbst über die Verwendung ihrer Mittel). Die Verantwortung für die Rahmenbedingungen (Bildungsstandards, Qualitätssicherung, Evaluierung) bleibt in der Kompetenz des Ministeriums.

 

Wahlfreiheit der Eltern – weg mit der Sprengelregelung

Als Vorreiterin in dieser Frage hat die Gemeinde Lustenau bereits 2013 die Sprengelregelung ausgesetzt. Seit Anfang 2014 ist Sprengelfreistellung in Vorarlberg in zwei Fällen möglich: wenn das Kind eine Ganztagsschule besucht oder wenn zumindest ein Elternteil seinen Arbeitsplatz außerhalb des Wohnsprengels hat. Das kann aber erst der Anfang sein! Wir stehen für die Schul-Wahlfreiheit der Eltern ein: Eltern sollen sich sowohl den Schultyp (nach den Begabungen und Talenten ihres Kindes) als auch den Schulstandort unabhängig von ihrem Wohnort aussuchen können.

 

Wir erleben gerade ein Beispiel für das Gegenteil von Selbstbestimmung (Automonie):

Mit Bezau, Egg, Lech und Lingenau hatten sich vier Vorarlberger Hauptschulen gegen den Modellversuch „Neue Mittelschule“ entschieden und damit auf zusätzliche finanzielle und personelle Mittel verzichtet. Sie sind bis heute Hauptschulen. Obwohl der Modellversuch „Neue Mittelschule“ inzwischen mehr als umstritten ist: Mit dem Schuljahr 2015/2016 sind auch diese vier Vorarlberger Schulen per Gesetz verpflichtet, auf den Schultyp Neue Mittelschule umzustellen. Allerdings würden gerade jetzt die Chancen für ein Umdenken nicht schlecht stehen.