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Urbanes Vorarlberg statt Kirchturmdenke

Dass die Landesregierung keinerlei Konzept für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg hat, zeigen diverse Entscheidungen sowie jene zur Erweiterung des Messeparks.

Dessen Ablehnung durch die ÖVP wird schon bald gefährliche Auswirkungen mit sich ziehen. Anstatt den Handelsstandort Vorarlberg zu stärken und langfristig abzusichern, werden Investitionen eines privaten Unternehmers und damit auch neue Arbeitsplätze politisch verhindert. Zudem werden für die Erweiterung keine weiteren Grünflächen benötigt. Die Konkurrenz unseres heimischen Handels ist nicht das nächste Dorf, der echte Wettbewerb für Vorarlberg findet im Ausland statt. Wenn es so weiter geht, wird Vorarlberg bald zum Transitland für Konsumenten, die in den deutschen Shoppingcentren einkaufen, die dort gerade genehmigt und gebaut werden.

Der Regierung fehlt es an Mut, strategische Schwerpunkte für eine sinnvolle Gestaltung von modernen Lebensräumen in Vorarlberg zu setzen. Es ist unverantwortlich, dass die Landesregierung rund um den Landeshauptmann Markus Wallner kein Konzept für die Zukunft Vorarlbergs hat. Vor allem wird der Wunsch der Bevölkerung vollkommen ignoriert. Menschen in Vorarlberg sind viel moderner und fortschrittlicher als die Politik. Die Retro-Politik der ÖVP ist längst von der Realität in Vorarlberg überholt. Die Weiterentwicklung unseres Landes wird zunehmend verhindert und schon bald wird jeder Spielraum für Fortschritt blockiert sein. Das ist vor allem schlecht für die nächste Generation.

– Sabine Scheffknecht