Direkt zum Inhalt

* Pflichtfelder

Tu was! Spenden NEOS braucht dich Mitglied werden
« Zurück zur Übersicht

Vorarlberg kann auch im Schulbereich ein Leuchtturm werden

Matthias Strolz: „Das Ländle soll mit autonomen Schulen im Rheintal die Bildungswende von unten vorantreiben“

PK_talente_bluehen03

„Österreich braucht eine Bildungswende. Die umfassende Schulreform soll von unten her wachsen. Vorarlberg ist im Lehrlingswesen im österreichweiten Vergleich absoluter Qualitätsführer. Das Ländle kann und soll diese innovative Rolle auch im Schulbereich übernehmen. Mit einem Bildungsleuchtturm „Autonome Schule“ im Rheintal kann Vorarlberg mutig vorangehen und die dynamischen und engagierten Kräfte im Schulsystem befeuern“, eröffnete NEOS-Klubobmann Matthias Strolz seine Pressekonferenz heute in Dornbirn, Vorarlberg

Eine öffentliche Diskussion sei offensichtlich von der Landesregierung nicht erwünscht. NEOS-Klubobmann Strolz appelliert an Landeshauptmann Wallner, sich zu öffnen: „Wir sollten hier gemeinsam marschieren. Wenn Landeshauptmann Wallner es will, dann kann Vorarlberg eine Pionierrolle einnehmen. Die Schülerinnen und Schüler würden davon profitieren. Raus aus dem Mittelmaß, hinein in eine umfassende Modernisierung. Geben wir den Schulen pädagogische, personelle und finanzielle Freiheit und Verantwortung. Und fangen wir im Rheintal damit an.“

Eine umfassende Schulautonomie wäre der beste Hebel für eine gelingende Bildungswende, ist Strolz überzeugt. Die Verlagerung der Zuständigkeiten und der Verantwortung an die Schule sowie die Stärkung der Eigenverantwortung führe zu besseren Ergebnissen. Die Finanzierung folge den Schüler_innen. Je Schüler_in wird an die Schule eine einheitliche Summe überwiesen. Eine indexbasierte Standortfinanzierung unterstützt darüber hinaus die Erreichung definierter gesellschaftspolitischer Ziele, insbesondere der gelingenden sozialen Durchmischung der Schüler_innenpopulation. Schulen sollen selbst über Lehrinhalte, die Zeitstruktur des Unterrichts, die Klassenschülerzahl und Lehrmittel entscheiden. Weiters sollen die Direktoren als Führungskraft gestärkt werden und eine eigens für sie geschaffene Ausbildung absolvieren müssen.

Um die Autonome Schule umsetzen zu können, gibt es aus Sicht von Sabine Scheffknecht, Landessprecherin NEOS Vorarlberg, nur einen Weg: „Wenn wir die bürokratische Gängelung und die Parteipolitik aus der Schule verbannen und den Schulen endlich Eigenständigkeit geben, dann können wir hier das Ruder herumreißen. Das Rheintal könnte österreichweit mit einem Autonomie-Modell vorangehen. Wichtig dabei ist mir, dass keine Schule in die Autonomie gezwungen wird. Jede Schule im Rheintal soll im Rahmen eines Opt-in-Modells selbst entscheiden, ob sie schrittweise die Möglichkeiten einer umfassenden Autonomie nutzen will.“

Ein Opt-in-Modell sieht vor, dass Schulen, die schrittweise die Kriterien erfüllen, die Möglichkeit haben, auch schrittweise in die Autonomie zu gehen. Diese Logik soll auch im Rheintal angewandt werden. Der erste Schritt setzt qualifizierte Führungskräfte voraus. Damit kann die Schule bereits in eine Teilautonomie (z. B. Umstellung auf Globalbudget) entlassen werden. Gelingt der Schulleitung ein erster Transformationskatalog und gibt es auch interne Zustimmung (mindestens ein qualifizierter Teil des Lehrkörpers und der Eltern sowie Schüler_innen), wird die Entwicklung in weiteren Schritten (Organisation, Mitsprache bei Personalentscheidungen etc.) bis zur Entlassung in die Vollautonomie fortgesetzt. In der vollen Autonomie können die Schulleitungen schließlich neu eintretendes Personal durch eigenverantwortliche geführte Auswahlverfahren selbst aussuchen und Personalentwicklung am Standort betreiben.