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Vorarlberg soll in Sachen Zusammenlegung der Krankenkassen mit gutem Beispiel vorangehen

Insgesamt 22 Sozialversicherungsträger gibt es in Österreich – eindeutig zu viel, wie nicht nur Kritiker zugeben müssen. Seit Jahren wird über eine Reorganisation diskutiert – nichts ist bislang passiert. Kürzlich ließ Markus Wallner aufhorchen, als er sich in einem Interview offen gegenüber einer weitreichenden Reorganisation der Sozialversicherungsträger zeigte und den Vorschlag, alle Sozialversicherungen auf Landesebene zu bündeln, als prüfenswert bezeichnete.

Eine Zusammenführung in einer Landesversicherung erscheint auch aus NEOS-Sicht sinnvoll, wobei in einem ersten Schritt vor allem die Krankenkassen in Frage kommen, da diese – zumindest im Fall der Gebietskrankenkassen – bereits auf Landesebene organisiert sind. Bei den Pensions- und Unfallversicherungen ist dies nicht der Fall. Hier müssten dann wohl neue Strukturen aufgebaut werden – und es wäre daher genau zu prüfen, was sinnvoll ist und was nicht.

Grundsätzlich ist aus meiner Sicht aber jede Initiative in Richtung Strukturreform und Bürokratieabbau zu unterstützen. Vorarlberg könnte in punkto Krankenkassen, die bekanntlich verhältnismäßig gut aufgestellt sind, mit gutem Beispiel voran gehen. Und diese Erfahrungen könnten dann genutzt werden, um eine österreichweite Zusammenführung möglichst effizient zu gestalten. In absehbarer Zeit würde es in Österreich dann anstatt der derzeit 19 Krankenversicherungsträger als Zwischenschritt noch neun und im Endausbau noch eine Krankenversicherung geben – inklusive der entsprechenden Einsparungen und Effizienzsteigerungen, die das System dringend braucht. Eine viel versprechende Vorstellung!