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Wahlkampf verstellt den Blick

07.02.2015 Gerald Loacker

Die Bürgermeister von Laterns, Übersaxen, Viktorsberg usw. treten gegen die Erweiterung des Messeparks in Dornbirn auf. Im ersten Moment verwunderlich. Doch die Strategie bei diesem Bürgermeisteraufstand ist einfach: Wer es nicht schafft, in der eigenen Gemeinde Innovationen umzusetzen, gibt anderen die Schuld und verbietet auch denen, sich zu verbessern. Die Bürgermeister sollten lieber vor ihrer eigenen Tür kehren und ihre Politik überdenken: Ein Geschäftsmodell, das nicht mehr zeitgemäß ist und die Wünsche der Kunden nicht erfüllt, wird bestimmt nicht besser, wenn anderen Unternehmern Investitionen untersagt werden.

Hier wird reinste Verhinderungspolitik betrieben, der Messepark wird im Gemeinderatswahlkampf zum Sündenbock gemacht. Dabei wird vergessen, dass die gesamte Region von der Strahlkraft des Messeparks profitiert. Der Messepark lockt Menschen aus dem gesamten Vier-Länder-Eck nach Vorarlberg, generiert Wertschöpfung und schafft Arbeitsplätze – mit der Erweiterung zusätzliche 300 zu den bestehenden 900 Arbeitsplätzen. Dem Messepark die Schuld zu geben, wenn ein Geschäft im Ortszentrum nicht läuft, ist bestimmt der einfachste Weg, aber auch der unfairste.

Bis jetzt war Vorarlberg ein wirtschaftlich erfolgreiches Land mit freiem und fairem Wettbewerb. Jetzt schaut es so aus, dass sich die Planwirtschaft von Kammern und Bürgermeistern durchsetzt. Kirchturmdenken verstellt den Blick über den Tellerrand, Neid ersetzt Gestaltungsfreude. Grüß Gott in Vorarlberg.