NEOS Hohenems zum Budget 2026
Auch Hohenems ist in Not – Reformen sind jetzt dringend notwendig

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Die Stadt Hohenems steht vor spürbaren budgetären Herausforderungen. Der Budgetvoranschlag 2026 weist ein negatives Nettoergebnis von knapp drei Millionen Euro aus. Für den Fraktionsobmann der NEOS Hohenems, Christian Mathis, liegt das eigentliche Problem jedoch nicht allein in dieser Zahl, sondern in der stark gesunkenen Investitionstätigkeit der Stadt. „Ein Minus im Haushalt kann vorkommen. Die eigentliche Not entsteht dort, wo nicht mehr investiert wird“, so Mathis. Während die Investitionsquote 2024 noch bei 34 Prozent lag, sank sie 2025 auf 14 Prozent und soll 2026 nur noch sieben Prozent betragen. Zudem handle es sich bei einem Großteil dieser Investitionen um bereits früher beschlossene Projekte, die kaum mehr Spielraum für neue Impulse lassen.
„Wenn wir nicht mehr in Infrastruktur, Wirtschaft, Bildung und Lebensqualität investieren können, gefährden wir die positive Entwicklung unserer Stadt. Hohenems lebt derzeit von seinen Rücklagen – wir verscherbeln unser Familiensilber. Das ist auf Dauer kein tragfähiger Weg“, warnt Mathis. Aus Sicht der NEOS braucht es daher dringend Reformen, um die städtischen Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. Ziel müsse es sein, finanzielle Spielräume zurückzugewinnen, um aktiv gestalten und die Zukunft absichern zu können. „Das gilt eben nicht nur für Hohenems, sondern auch für das Land und den Bund“, betont Mathis.
Konkret haben NEOS gemeinsam mit der SPÖ einen Antrag eingebracht, der eine transparente und strukturierte Analyse aller Förderungen vorsieht. Dabei gehe es ausdrücklich nicht um ein pauschales Streichen von Förderungen, sondern um eine sachliche Überprüfung ihrer Zielgerichtetheit und Wirksamkeit. „Veraltete oder ineffiziente Förderungen sollen durch sinnvolle und zeitgemäße ersetzt werden oder ausscheiden“, so Mathis. Ein weiterer zentraler Punkt ist der Abbau von Bürokratie. Gerade im Förderwesen sieht Mathis erhebliches Einsparpotenzial in der Verwaltung: „Alle reden vom Bürokratieabbau – hier können wir konkret damit beginnen.“ Trotz der klaren Kritikpunkte werden die NEOS dem Budget 2026 zustimmen. „Wir stimmen zu, weil es darum geht, Hohenems handlungsfähig zu halten – und weil wir Verantwortung übernehmen und konstruktiv an Lösungen mitarbeiten werden. Unsere Anträge zeigen bereits Reformen auf, wie wir wieder auf einen guten Kurs für Hohenems kommen“, erklärt Mathis abschließend.


