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Wohnsituation spitzt sich zu – Mietkauf und WOHNEN550 kommen nicht in die Gänge

Fabienne Lackner
Fabienne Lackner
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© NEOS

Zwei Jahre nach der Präsentation des mehrfach angekündigten Wohnpakets wollten NEOS wissen, was die Maßnahmen tatsächlich bewirkt haben. Die Antwort des Landes ist für NEOS-Wohnbausprecherin Fabienne Lackner „ein ernüchternder Realitätscheck“ und zeigt klar, dass das Wohnpaket bisher nur begrenzt Wirkung gezeigt hat. „Beim Wohnpaket hat die Landesregierung vor allem die Zahl der Presseauftritte gesteigert.“  


 

Die Zahl der Menschen, die eine gemeinnützige Wohnung suchen, ist auch durch Änderung der Richtlinien weiter gestiegen: Von 6.126 Vormerkungen Ende 2024 auf 6.548 im Oktober 2025 – ein Plus von 422 in nur zehn Monaten. „Die Erhöhung der Einkommensgrenze im gemeinnützigen Wohnbau auf rund 5.600 Euro netto für beispielsweise einen Zwei-Personen-Haushalt, eine völlig absurde Entscheidung, hat letztlich nur dazu geführt, dass die Warteliste noch länger wurde“, so Lackner. Gleichzeitig erreicht auch die Wohnbeihilfe ein Rekordhoch: nahezu 10.000 Haushalte beziehen mittlerweile diese Unterstützung.


 

Angespannt ist die Situation vor allem für junge Menschen: 47 Prozent der unter 30-Jährigen warten länger als ein Jahr auf eine gemeinnützige Wohnung – also fast jede zweite junge Person.


 

Auch bei den groß angekündigten WOHNEN550-Projekten tritt das Land auf der Stelle: Trotz zweijähriger Diskussionen ist noch kein einziges Projekt fertiggestellt, und bisher beteiligen sich lediglich fünf von 96 Gemeinden. Ein ebenso ernüchterndes Bild gibt das neue Mietkauf-Modell ab. „Gerade den Mietkauf sehen wir NEOS als Chance. Das sollte ein Hebel für junge Familien sein, um ihnen den Weg ins Eigentum zu ermöglichen, weil sie es sich sonst nicht mehr nicht leisten können“, erinnert Lackner. Die Bilanz bisher: Nur 25 Mietkauf-Wohnungen in drei Gemeinden.


 

NEOS fordern daher einmal mehr mehr Ambitionen bei WOHNEN550, einen stärkeren Fokus auf die neuen Mietkaufmodelle inklusive umfassender Informationen sowie echte Entbürokratisierung auf allen Ebenen, damit das Bauen endlich wieder leistbar wird.

„Wir wollen, dass sich Menschen in diesem Land etwas aufbauen können. Das Aufstiegsversprechen gehört dringend erneuert. Hier braucht es die volle Kraftanstrengung - der Landesrat ist gefordert“, so Lackner abschließend.

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