
NEOS zu Raumplanungsnovelle: Notwendige Weichenstellungen für Vorarlbergs Zukunft bleiben aus
Ankündigungskaiser Markus Wallner und Landesrat Marco Tittler haben eine Novelle des Raumplanungsgesetzes präsentiert. Was fehlt, ist das Entscheidende: Ein Gesetzestext liegt nicht vor, ein Begutachtungsentwurf ebenso wenig. Der Begutachtungsprozess soll erst im Herbst starten.

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„Präsentiert wird eine Ankündigung, nicht ein Gesetz. Genau das ist der Punkt: Prüfen kann man bisher nichts, weil es nichts zu prüfen gibt", sagt NEOS-Landessprecherin und Klubobfrau Claudia Gamon.
Der Zeitpunkt wirft Fragen auf. Im Kern kündigt die Landesregierung diese Reform seit rund zweieinhalb Jahren an; ursprünglich war der Begutachtungsprozess für das erste Quartal 2026 vorgesehen. „Offenbar ist das die schwarz-blaue Arbeitsweise: ankündigen, obwohl noch gar nichts auf dem Tisch liegt – und als erstes auch noch über die sozialen Medien", so Gamon. Man gewinne den Eindruck, dass der Instagram-Beitrag in diesem Prozess das bislang Wichtigste war. Es sei bereits das zweite Gesetzesvorhaben binnen weniger Wochen – nach dem Naturschutzgesetz –, das zuerst öffentlich verkündet und erst danach in ein ordentliches Verfahren gebracht werde.
„Wer moderne Verfahren verspricht, sollte mit Transparenz beginnen: mit einem echten Entwurf, einer ordentlichen Begutachtung und einer Behandlung im Landtag", erklärt Gamon abschließend.