
NEOS Griesser gegen Zweitwohnungs- und Leerstandsabgabe in Bludenz: „Die Stadt gesteht selbst ein, dass diese Abgabe nichts bringt – trotzdem soll sie kommen"

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Bludenz, 24. Juni 2026 — Mit Bedauern reagieren NEOS-Fraktionsobmann Ricardo Griesser und JUNOS-Landesvorsitzender Konstantin Kudra auf die angekündigte Schließung des aha-Standorts in Bludenz. Das aha habe in den vergangenen Jahren wichtige und wertvolle Arbeit für Jugendliche im gesamten Bezirk geleistet und sei für viele junge Menschen eine niederschwellige Anlaufstelle für Information, Beratung und Unterstützung gewesen.
„Der aha-Standort in Bludenz wurde von vielen Jugendlichen in Anspruch genommen und hat sich über Jahre als wichtige Einrichtung etabliert. Gerade deshalb ist die Schließung kein Vorgang, den man einfach achselzuckend zur Kenntnis nehmen sollte", so Griesser. Griesser stellt klar, dass der entsprechende Beschluss im Stadtrat gefasst wurde und er als Mitglied der Stadtvertretung nicht in die Entscheidung eingebunden war. Umso wichtiger sei nun eine transparente Aufarbeitung der Hintergründe und Konsequenzen. „Wenn ein Angebot mit regionaler Bedeutung eingestellt wird, dann haben die Bürgerinnen und Bürger und insbesondere die betroffenen Jugendlichen ein Recht darauf zu erfahren, warum diese Entscheidung getroffen wurde und wie es künftig weitergehen soll."
Für Griesser geht es dabei nicht um parteipolitische Schuldzuweisungen, sondern um die Sache selbst. „Die geleistete Arbeit des aha verdient Anerkennung und Respekt. Viele Jugendliche haben dort Unterstützung gefunden, Informationen erhalten oder einfach eine Anlaufstelle gehabt, die sie ernst genommen hat. Zukünftig stehen diese jungen Leute nun mit leeren Händen da."
Besonders kritisch sieht JUNOS-Landesvorsitzender und NEOS Nüziders Gemeindemandatar Konstantin Kudra die Entscheidung – als jemand, der zur direkt betroffenen Generation gehört. „Wenn ausgerechnet bei einer niederschwelligen Anlaufstelle für junge Menschen gespart wird, ist das ein fatales Signal. Jugendliche sind oft die Ersten, die etwas verlieren, und die Letzten, die man vorher fragt. Genau das dürfen wir nicht zulassen", so Kudra. Kudra verweist darauf, dass das aha weit mehr als eine Beratungsstelle gewesen sei: von der Lehrstellen- und Ferienjobsuche über Auslandsaufenthalte bis zu ganz praktischer Unterstützung im Alltag. „Für viele war das aha der erste Schritt in die Selbstständigkeit – ein Ort, an dem man Fragen stellen konnte, ohne sich erklären zu müssen. Wer so etwas streicht, muss sagen, was an seine Stelle tritt. Eine Lücke einfach offen zu lassen, ist keine Jugendpolitik."
Beide fordern nun rasch Klarheit darüber, welche konkreten Auswirkungen die Schließung auf die Jugendarbeit im Bezirk Bludenz haben wird und wie bestehende Angebote künftig ersetzt oder abgesichert werden können. „Am Ende darf nicht die Frage offenbleiben, was für die Jugendlichen verloren geht. Gerade bei Angeboten für junge Menschen braucht es Verlässlichkeit und eine sinnvolle Perspektive", so Griesser abschließend.

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