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Rechnungsabschluss 2025: Sparwille erkennbar und klare Hausaufgaben

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Rechnungsabschluss 2025: Sparwille erkennbar, klare Hausaufgaben

Die Marktgemeinde Hörbranz hat das Rechnungsjahr 2025 deutlich besser abgeschlossen als ursprünglich geplant. Statt eines Minus von 1,4 Millionen Euro stehen am Ende rund 192.000 Euro zu Buche. Auf den ersten Blick ein gutes Ergebnis. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich aber: Ein erheblicher Teil dieser Verbesserung kommt aus verschobenen Instandhaltungen, nicht durchgeführten Anschaffungen und personellen Einsparungen. Das hat auch der Prüfungsausschuss in seinem Bericht einstimmig festgehalten.

NEOS Hörbranz hat dem Rechnungsabschluss zugestimmt — buchhalterisch ist er sauber. Wir nehmen ihn aber zum Anlass, drei Punkte zu adressieren, die uns für die nächsten Jahre wichtig sind. Konstruktiv und lösungsorientiert.

1. Realistischer budgetieren

Voranschlag und Rechnungsabschluss klaffen Jahr für Jahr deutlich auseinander. Diesmal um 1,2 Millionen Euro in die für uns angenehme Richtung. Doch genau das ist der Punkt: Wenn die Abweichung einmal in die andere Richtung kippt, fehlt uns dieses Geld real. Der Prüfungsausschuss hat einstimmig — also von allen anwesenden Fraktionen — empfohlen, dass sich der Finanzausschuss intensiver mit dem Budget befasst und Wege findet, diese Abweichungen zu minimieren. Wir tragen diese Empfehlung mit und bieten unsere aktive Mitarbeit an.

2. Kostentransparenz als gutes Beispiel

Ein Punkt im Rechnungsabschluss zeigt sehr schön, wie es gehen kann: unser Bauhof. Seine Leistungen werden konsequent intern an die jeweiligen Gemeindebereiche verrechnet — von der Ortsbildspflege über die Schule bis zum Straßenbau. Damit sehen wir schwarz auf weiß, was unsere eigene Mannschaft täglich leistet und was diese Leistung wert ist.

Das ist gelebte Kostentransparenz. Sie macht Budgets realistischer, schafft eine saubere Basis für Entscheidungen und macht die Wertschöpfung unserer Verwaltung sichtbar.

3. Instandhaltungen und Investitionen mitdenken

Unsere operative Gebarung — also das laufende Geschäft der Gemeinde — schließt mit einem Überschuss von 1,82 Millionen Euro ab. Das klingt beruhigend. Das kommt aber recht nahe an die Größenordnung, die der Schulcampus voraussichtlich ab 2028/2029 jährlich an Kreditraten kosten wird. Die Reserve, aus der wir heute Investitionen aus eigener Kraft stemmen — vom Zaun über die Quellfassung bis zur Dachreparatur — wird in zwei, drei Jahren zum großen Teil aufgebraucht sein. Ein Voranschlag ist auch ein Arbeitsauftrag. Wer heute Instandhaltungen verschiebt, lädt sie morgen zusätzlich auf den Kredit. Was heute nicht erledigt wird, verschwindet nicht. Es wandert in die Zukunft, wird dort größer und teuer und belastet ein knappes Budget zusätzlich. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Unser Angebot

Wir machen keine politischen Schuldzuweisung sondern machen klare Angebote. Hörbranz braucht eine realistischere Finanzplanung. Den politischen Auftrag, der aus diesem Rechnungsabschluss folgt, nehmen wir gerne mit: gemeinsam mit der Verwaltung und allen Fraktionen daran arbeiten, dass Voranschlag und Rechnungsabschluss näher zusammenrücken — damit wir auch in den schwierigeren Jahren handlungsfähig bleiben.

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