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Katharina Fuchs: „Sechsjährige Volksschule gibt Kindern mehr Zeit"

Katharina Fuchs
Katharina Fuchs
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© NEOS

NEOS-Bildungssprecherin Katharina Fuchs begrüßt den Schulversuch zur sechsjährigen Volksschule, den NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr vorgestellt hat, ausdrücklich. Die Entscheidung über den weiteren Bildungsweg fällt in Österreich sehr früh: Bereits mit zehn Jahren wechseln Kinder nach vier Jahren Volksschule entweder in eine Mittelschule oder eine AHS. Der Schulversuch setzt genau hier an. An freiwilligen Pilotschulen sollen Kinder künftig bis zwölf gemeinsam lernen und damit zwei zusätzliche Jahre Zeit bekommen, ihre Stärken und Interessen zu entwickeln. Der Start ist für das Schuljahr 2027/28 vorgesehen.

Mehr Zeit für Potenziale, weniger Einfluss der Herkunft 
„Mit zehn Jahren ist bei vielen Kindern noch überhaupt nicht absehbar, wohin sie sich entwickeln werden. Zwei zusätzliche gemeinsame Schuljahre geben Lehrpersonen mehr Zeit, Potenziale zu erkennen und Kinder gezielt zu fördern. Und sie geben den Kindern mehr Zeit, bevor eine Entscheidung getroffen wird, die ihren weiteren Bildungsweg wesentlich prägt", sagt Fuchs. Ziel des Modells ist es auch, den Einfluss der sozialen Herkunft auf die weitere Schullaufbahn zu verringern. Wie PISA 2025 erneut gezeigt hat, gehört Österreich zu den Ländern mit den größten Leistungsunterschieden nach sozialer Herkunft.

Vorarlberg kann an frühere Debatte anknüpfen 
In Vorarlberg sieht Fuchs gute Voraussetzungen für den Schulversuch. Schon vor Jahren wurde im Land intensiv über längeres gemeinsames Lernen diskutiert. 2015 sprach sich der Vorarlberger Landtag parteiübergreifend für die Weiterentwicklung der Schulen der 10- bis 14-Jährigen und die Schaffung der Voraussetzungen für eine gemeinsame Schule aus. „In Vorarlberg waren wir in der Diskussion über längeres gemeinsames Lernen schon einmal sehr viel weiter und haben damals über Parteigrenzen hinweg einen breiten Konsens erreicht. Diesen gedanklichen Schritt hat Vorarlberg also schon einmal gemacht. Genau daran können wir heute anknüpfen."

Schulterschluss für interessierte Schulen 
Der Schulversuch erfolgt freiwillig und wird wissenschaftlich begleitet. Nach Abschluss der ersten Pilotphase ist eine umfassende Evaluierung vorgesehen. Interessierte Schulen können sich noch bis 16. Oktober beim Bildungsministerium melden. „Jetzt geht es darum, gemeinsam zu prüfen, ob es auch in Vorarlberg Schulen gibt, die diesen Weg gehen wollen. Wenn es interessierte Standorte gibt, sollten Land, Bildungsdirektion, Gemeinden und Schulen an einem Strang ziehen und klären, wie eine Teilnahme am Schulversuch ermöglicht werden kann. Gerade bei einem solchen Pilotprojekt braucht es einen Schulterschluss und die Bereitschaft, neue Wege gemeinsam auszuprobieren", so Katharina Fuchs abschließend.

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