Marke Vorarlberg: Außer Spesen nichts gewesen

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NEOS-Klubobfrau Gamon fordert nach eindeutigem Rechnungshofbericht das sofortige Aus für die Marke Vorarlberg
18,4 Millionen Euro, kein Konzept, keine Wirkung: Der Landes-Rechnungshof stellt der Marke Vorarlberg ein vernichtendes Zeugnis aus. „Außer Spesen nichts gewesen“, bilanziert NEOS-Klubobfrau Claudia Gamon. „Konzept, Kommunikation, Projekte: Laut Rechnungshof war alles beliebig. Nach neun Jahren kennen zwei Drittel der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger die Marke nicht, und nur jede zehnte Person verbindet sie mit ihrem eigentlichen Ziel.“
Besonders bitter sei, dass Geld aus den Heimfallsrechten, das der Landtag einstimmig für bessere Chancen von Kindern vorgesehen habe, in Projekte mit nur entferntem Bezug zur Vision der Marke geflossen sei, etwa in den Bodenfonds oder in die Wohnbauförderung. „Die Tragik ist: Mit diesem Geld hätte man zielgerichtet echte Projekte für Kinder finanzieren können, statt fast sechs Millionen Euro in Strategie und Markenmanagement zu versenken.“
Absurd sei auch das forum Vorarlberg. „Man baut einen Raum, ohne zu wissen, wofür. Ohne Bedarfsanalyse, ohne Risikoanalyse, mit einem zunächst nur mündlich geschlossenen Mietvertrag. Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler kostet das bis zu fünf Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren.“ Dass der Landtag auf Anfragen teils falsche Zahlen erhalten habe, sei ein eigener Skandal.
Gamon nimmt Landeshauptmann Markus Wallner in die Pflicht, der selbst den Steuerungskreis der Marke geleitet hat: „Der Landeshauptmann muss Verantwortung übernehmen. Schluss mit Marketing auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, von dem niemand etwas hat, weder die Kinder noch der Wirtschaftsstandort.“ NEOS hätten die Einstellung bereits vor Jahren gefordert. „Die Marke Vorarlberg ist ein Rohrkrepierer. Die Landesregierung muss sie jetzt abschaffen, bevor noch mehr Geld in Sinnlosigkeiten fließt“, so Gamon. NEOS werden im Landtag einen Antrag zur Einstellung der Marke Vorarlberg einbringen.




