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Verkehrslawine droht Vorarlberg zu überrollen, wenn nicht endlich gehandelt wird

Wir kritisieren das Versäumnis der Landesregierung, sich um ein grenzüberschreitendes Gesamt-Verkehrskonzept zu kümmern.

NEOS-Landessprecherin Sabine Scheffknecht

Die derzeitige Entwicklung der Verkehrssituation in Vorarlberg ist besorgniserregend. Bei 800.000 grenzüberschreitenden LKW-Fahrten pro Jahr und gleichzeitig anhaltendem Wirtschaftswachstum muss die Regierung jetzt handeln, bevor sich die Situation weiterhin verschlimmert. Wer Frachten auf die Schiene verlegen will, braucht erstens eine erstklassige Schieneninfrastruktur und zweitens eine Zielgröße, die es zu erreichen gilt.

Bisher hat es das Land Vorarlberg versäumt, ein ganzheitliches Verkehrskonzept auf die Beine zu stellen und sich stattdessen nur auf den Personennahverkehr auf der Schiene fokussiert. Vorarlberg ist aber keine Insel. Wer als Wirtschaftsstandort bestehen und die dynamische Entwicklung von Vorarlberg unterstützen möchte, muss sich auch um ein stabiles Verkehrskonzept kümmern. Eine leistungsstarke Bahnverbindung über den Rhein einerseits, sowie nach Deutschland andererseits, ist nicht einmal in Planung. Die Grünen haben sich bisher nicht darum gekümmert, dass die Landesregierung ein verkehrspolitisches Ziel für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene formuliert. Der Ausbau des Güterbahnhofs Wolfurt war zwar ein wichtiger Schritt, dieser macht allerdings nur Sinn, wenn die Güter von dort mit der Bahn und nicht wie jetzt im großen Stil mit LKW wegtransportiert werden. Die Planung für einen Ausbau von Lindau nach St. Margareten fehlt komplett. Wer sich keine Ziele setzt, erreicht nichts. Die Schweizer haben die Verlagerung auf die Schiene deswegen so gut geschafft, weil ein zahlenmäßiges Ziel für den Alpentransit festgeschrieben worden ist.

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