NEOS zu Bildungstest „iKMPLUS“: Vorarlberg bei Volksschulkompetenzen an vorletzter Stelle

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Katharina Fuchs: „Die Zahlen sind ein klarer Auftrag an Bildungslandesrätin Schöbi-Fink: Vorarlberg darf sich nicht damit abfinden, bei den Volksschulkompetenzen an vorletzter Stelle zu liegen.“
„Die neuen iKMPLUS-Ergebnisse sind ein klarer Weckruf für Vorarlberg: Während viele Bundesländer deutlich bessere Ergebnisse erzielen, liegt Vorarlberg sowohl in Mathematik als auch beim Lesen im hinteren Feld. Das darf uns nicht kalt lassen“, sagt NEOS-Bildungssprecherin Katharina Fuchs.
Laut Bundesergebnisbericht erreichen in Vorarlberg 81 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Bildungsstandards in Mathematik, in Deutsch (Lesen) sind es nur 55 Prozent. Damit liegt Vorarlberg im Bundesländervergleich am vorletzten Platz.
„Wir wissen bereits seit dem Bildungsmonitoring, dass die Bildungszahlen in Vorarlberg besorgniserregend sind. Umso dringender ist jetzt die Frage an Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink: Was wird in den angekündigten Arbeitsgruppen konkret erarbeitet? Zu welchen Ergebnissen ist man bisher schon gekommen und welche Maßnahmen werden jetzt umgesetzt?“, so Fuchs. Der Bericht zeigt außerdem klar, dass der Bildungserfolg stark mit der sozioökonomischen Ausgangslage zusammenhängt. Schulen mit schwieriger sozialer Struktur haben deutlich größere Herausforderungen. „Gerade deshalb braucht es in Vorarlberg überdurchschnittliche Anstrengungen, wenn die Ausgangslage schwieriger ist. Das kann keine Ausrede sein, sondern muss ein Auftrag sein, noch konsequenter zu handeln“, betont Fuchs.
Bildungsminister Christoph Wiederkehr setzt wichtige Impulse
Positiv bewertet NEOS die von Bildungsminister Christoph Wiederkehr angekündigten Maßnahmen. „Initiativen wie verstärkte Deutschförderung, der Chancenbonus für Schulen mit besonderen Herausforderungen oder der Ausbau der Schulsozialarbeit sind wichtige Schritte. Gerade Vorarlberg wird von diesen bundesweiten Maßnahmen stark profitieren“, sagt Fuchs. Trotzdem sei klar: „Der von Bildungsminister Christoph Wiederkehr vorgelegte Bericht ermöglicht echte datenbasierte Schulentwicklung. Entscheidend ist, dass diese Daten auf allen Ebenen – auch im Land – verantwortungsvoll reflektiert und für eine Verbesserung von Unterricht und Schule genutzt werden. Der Bund setzt wichtige Impulse, aber auch das Land muss seinen Teil leisten. Vorarlberg liegt bei den Kompetenzen der Volksschulkinder weit hinten – das kann uns nicht egal sein. Wir erwarten uns, dass Bildungslandesrätin Schöbi-Fink ihren Teil macht und konkrete Maßnahmen vorstellt, wie die Bildungsergebnisse im Land verbessert werden sollen.“




