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NEOS Scheffknecht: „Schluss mit Ausreden - Schulsozialarbeit endlich für alle umsetzen“

NEOS, SPÖ und FPÖ haben heute einen gemeinsamen Antrag zur psychosozialen Unterstützung aller Kinder und Jugendlichen im Landtag eingebracht. Der Missstand der fehlenden Schulsozialarbeit an Bundesschulen müsse schnellstmöglich – spätestens mit Schulbeginn 2023 – beseitigt werden.

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„Nach wie vor werden psychische Probleme trotz ihrer gravierenden Auswirkungen zu sehr als Kleinigkeit abgetan. Erst anzusetzen, wenn Jugendliche bereits Depressionen und Selbstmordgedanken haben, ist zu spät - genau das gilt es zu vermeiden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen muss man deswegen früh genug niederschwellige, gezielte Angebote zur Verfügung stellen und früh ansetzen. Auch ein stärkerer Fokus auf die Prävention und das Bewusstsein für psychische Probleme wirken sich langfristig positiv aus. Dazu braucht es aber funktionierende Schulsozialarbeit, weil sie in vielen Fällen der einzige Zugang von Jugendlichen zu psychosozialer Unterstützung ist. Dass hier ein Unterschied zwischen Landes- und Bundesschulen gemacht wird, ist fatal", argumentiert NEOS-Klubobfrau Sabine Scheffknecht. „Die Finanzierungsausrede lassen wir nicht länger gelten. Es ist nach wie vor unklar, wie die Mittel aus der vorzeitigen Ablöse der Heimfallsrechte der illwerke vkw verwendet werden sollen. Wir NEOS haben uns immer schon dafür ausgesprochen, dieses Geld in die Zukunft der nächsten Generation zu investieren. Das Land sollte diese Mittel für ein niederschwelliges, psychosoziales Angebot an den Bundesschulen zur Verfügung stellen, bis die Bundesregierung endlich ihre Verantwortung übernimmt“, so Scheffknecht.

„Mentale Gesundheit“ als Freifach an Schulen

„Wo ein Wille, da ein Weg“, ist Scheffknecht überzeugt. „Sich immer nur auf die eigene Nicht-Zuständigkeit im föderalen Kompetenz-Wirr-Warr des Schulsystems hinauszureden, reicht nicht. Dafür steht mit der psychischen und mentalen Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu viel auf dem Spiel, als dass wir das Thema zu einer reinen Verwaltungsdebatte verkommen lassen können. Auch an Bundesschulen sind die Unterstützungsmöglichkeiten zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vielfältiger als ständig behauptet wird“, ist Scheffknecht überzeugt. Verschiedene Projekte, wie etwa „Gesund aus der Krise“, würden zeigen, dass es auch abseits der regulären Versorgungsstrukturen Möglichkeiten gebe.

Als weitere zusätzliche Möglichkeiten nennt Scheffknecht den Ausbau der freien Jugendarbeit und bessere Informationen an Schulen darüber. Außerdem brauche es eine verschränktere Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendarbeit, Schulpersonal, Gesundheitsdienstleister:innen oder dem Frühe-Hilfen-Netzwerk. Diese Maßnahme wird unter anderem von der Kinder- und Jugendanwaltschaft in Vorarlberg empfohlen. Zusätzlich fordern die Oppositionsparteien ein Freifach „Mentale Gesundheit“ an Bundesschulen einzuführen.

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