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NEOS Gasser zur Situation bei Tagesmüttern: „Familien bleiben Entscheidung der Bürgermeister ausgeliefert“

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In einer aktuellen Anfragebeantwortung an NEOS zeigt sich, wie es um die Versorgung durch Tagesmütter in Vorarlberg steht. „Tagesmütter übernehmen eine wichtige Rolle für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Erst im letzten Jahr konnten nach Druck von uns NEOS die Rahmenbedingungen mit einem Kooperationsvertrag verbessert werden. Doch diese besseren Rahmenbedingungen nützen wenig, wenn die Gemeinden die Verträge nicht unterschreiben", erläutert NEOS-Klubobmann Johannes Gasser und verweist hier insbesondere auf die Situation im Bezirk Bludenz: „Im gesamten Bezirk sind nur noch zwei Tagesmütter aktiv. Ob man bei diesen einen Platz in Anspruch nehmen kann, entscheiden nicht die Eltern, auch nicht die Tagesmütter, sondern weiter die Bürgermeister."

Aus der Anfragebeantwortung von Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink geht hervor, dass sich die Zahl der aktiven Tageseltern im Bezirk Bludenz von 2020/2021 bis heute mehr als halbiert hat. Ebenso die Zahl der betreuten Kinder in Bludenz ist von 22 auf sieben zurückgegangen, informiert Gasser: „Der Bedarf von den Familien wäre aber da. Tageseltern erfüllen nämlich eine wichtige Funktion in der Vorarlberger Kinderbetreuungslandschaft. Gerade bei Kleinkindern oder zu Tagesrandzeiten sind sie eine wichtige Ergänzung und schließen Lücken, die Betreuungseinrichtungen nicht abdecken können. Der oft beschworene gesetzliche Versorgungsauftrag ist in diesen Situationen wirkungslos. Deshalb braucht es hier andere Rahmenbedingungen."

Politische Rahmenbedingungen im Sinne der Familien schaffen

Gasser: „An einem modernen und innovativen Wirtschaftsstandort wie Vorarlberg muss es möglich sein, dass Eltern – insbesondere Mütter – selbstbestimmt über ihre Lebensplanung entscheiden. Ein Kinderbetreuungsangebot, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Sinne von Eltern und Kindern sicherstellt, muss das Ziel sein. Die Verfügbarkeit von Tageseltern ist essentiell, damit der berufliche Wiedereinstieg für alle Familien funktionieren kann. Es braucht deshalb größere Anstrengungen von Seiten des Landes, dass der Kooperationsvertrag für alle Familien gilt."

Grundsätzlich sieht der NEOS-Klubobmann die Notwendigkeit einer neuen Finanzierungslogik im Bereich der Kinderbildung und -Betreuung: „Ob Kinder eine bestimmte Einrichtung besuchen können, hängt davon ab, ob die jeweilige Wohnsitzgemeinde die entsprechenden Förderungen übernimmt. Das führt dazu, dass Familien nicht immer das Angebot in Anspruch nehmen können, das ihren Bedürfnissen am besten passt. Gerade bei Tageseltern sehen wir das nun, aber auch die Möglichkeiten bei privaten und betrieblichen Kinderbildungs und -Betreuungseinrichtungen sind eingeschränkt. Wir schlagen deshalb vor, dass 'das Geld dem Kind folgt'. Dabei dürfen Gemeindegrenzen keine Rolle spielen".

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