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Kostenexplosion im Rettungswesen: Vorarlberg versäumt Reformen, Ehrenamt sinkt dramatisch

Garry Thür
Garry Thür
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Rettungsfonds: Kosten explodieren – Ehrenamt mehr als halbiert und Reformen längst überfällig

Garry Thür (NEOS): „Die Landesregierung schaut tatenlos zu, wie die Ausgaben aus dem Ruder laufen – ohne Konzept, ohne Steuerung, und das seit Jahren. Probleme werden verharmlost, notwendige Reformen konsequent ignoriert!“ Die Kosten im Vorarlberger Rettungsfonds sind in den letzten Jahren regelrecht explodiert: von 6,6 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 13,4 Millionen Euro im Jahr 2023. Und ein Ende ist nicht in Sicht – für 2024 wird ein weiterer Anstieg auf 17,7 Millionen Euro prognostiziert. „Diese Ausgabenexplosion ist das Resultat jahrelanger Untätigkeit. Während andere Bundesländer ihre Rettungsdienste längst reformiert und zukunftsfit gemacht haben, bleibt Vorarlberg in einem veralteten, teuren und ineffizienten System stecken. Auf die Herausforderungen der kommenden Jahre ist man in keiner Weise vorbereitet. Die großen Pensionsjahrgänge stehen noch bevor. Wenn die Babyboomer-Generation vermehrt gesundheitliche Versorgung benötigt, wird der Rettungsfonds massiv gefordert sein – und genau darauf ist Vorarlberg aktuell nicht eingestellt."

 

„Der umfassende Bericht des Landes-Rechnungshofes vom letzten Frühjahr hat zahlreiche Missstände offengelegt – doch der Landeshauptmann hat ihn kurzerhand vom Tisch gewischt, ohne sachlich auf die Vorschläge des Rechnungshofes einzugehen“, kritisiert NEOS-Gesundheitssprecher Garry Thür. Besonders alarmierend sei der Rückgang des Ehrenamts im Rettungsdienst:„Die Zahl der freiwillig geleisteten Stunden beim Roten Kreuz hat sich seit 2017 mehr als halbiert. Das ist ein massiver Warnruf – die Landesregierung und das Rote Kreuz sind hier gefordert, weil sich das Problem nicht von selbst lösen wird“, so Thür.

 

NEOS fordern daher:

  • Eine umfassende Reform des Rettungsfonds auf Basis der Empfehlungen des Landes-Rechnungshofes
  • Mehr Transparenz und Steuerung durch das Land, allenfalls alternative Angebote zu forcieren, um das Rote Kreuz zu entlasten
  • Attraktivierung des Ehrenamts statt teurer Ersatzlösungen

 

„Wer weiter zusieht, wie die Kosten steigen und die Situation aus dem Ruder läuft, handelt grob fahrlässig. Vorarlberg braucht jetzt eine Reform und einen klaren Kurswechsel beim Thema Rettungswesen“, so Garry Thür abschließend.

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