Claudia Gamon: „Öffentliche Gebäude müssen hitzefit werden"
NEOS schlägt einen Know-how-Gipfel für hitzefittes Bauen vor – für kostengünstige und unbürokratische Lösungen

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Die Hitzewelle zeigt, wie stark sich Schulen, Kindergärten und Pflegeeinrichtungen aufheizen; diese Woche musste eine Vorarlberger Mittelschule den Unterricht vorzeitig beenden. Für NEOS-Klubobfrau Claudia Gamon ein Auftrag: „Kinder und ältere Menschen brauchen Räume, die auch an heißen Tagen nutzbar bleiben. Kinder heimzuschicken ist keine Lösung – gut geplante Gebäude schon. Und wir reden hier von öffentlichen Gebäuden: Land und Gemeinden sind die Bauherren und somit klar in der Verantwortung."
Für Gamon ist das auch eine Kostenfrage: „Wenn schon bei der Planung an Beschattung, Nachtkühlung und Begrünung gedacht wird, kostet das kaum mehr – aber es senkt den Kühlbedarf dauerhaft. Immer wieder entstehen Gebäude, bei denen darauf zu wenig geachtet wurde – die müssen dann erst recht teuer nachgerüstet werden. Und ein überhitztes Klassenzimmer, in dem niemand mehr lernen kann, verursacht gesellschaftliche Folgekosten, die in keiner Baurechnung auftauchen."
NEOS hatte schon in der Vergangenheit auf das Thema der Kosten im öffentlichen Bauen aufmerksam gemacht. „Es ist schade, dass wir hier das geballte Wissen im Land nicht effektiv abholen – stattdessen wird das Rad ständig neu erfunden, was Gemeindebudgets auf Jahrzehnte hinweg belastet", so Gamon.
Konkret schlägt NEOS einen landesweiten Know-how-Gipfel vor – mit Land, Gemeinden, Bauträgern und Fachleuten. „In Vorarlberg gibt es enorm viel Wissen dazu. Wenn wir es bündeln, muss nicht jede Gemeinde teure Sonderlösungen planen oder über ihre Verhältnisse bauen. Das ist klüger, als neue Vorschriften zu erfinden – umgesetzt am besten dort, wo ohnehin saniert oder neu gebaut wird. Heiße Sommer verschwinden nicht – also planen wir unsere öffentlichen Gebäude klug und kosteneffizient und rüsten im möglichen Rahmen nach."




