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Fabienne Lackner zu Rechnungsabschluss: Wohnbauförderung wird umgeschichtet und in die Zukunft verschoben

Fabienne Lackner
Fabienne Lackner
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Die Wohnbauförderung 2025 zeigt für NEOS Vorarlberg ein klares Bild: Die Landesregierung hat keine echte Wohnbauoffensive gestartet, sondern Mittel umgeschichtet, kurzfristig Druck erzeugt und Belastungen in die Zukunft verschoben. Besonders deutlich wird das bei den Darlehen an private Haushalte: Budgetiert waren 35 Millionen Euro, tatsächlich ausbezahlt wurden 58,74 Millionen Euro. Grund dafür war die Antragsflut im Juli 2025 infolge der Richtlinienumstellung und Kürzung der Wohnbauförderung.

Richtlinienkürzung löst Antragsflut aus

„Die Zahlen zeigen schwarz auf weiß: Die Kürzung der Richtlinien hat nicht für Planbarkeit gesorgt, sondern eine massive Antragswelle ausgelöst. Wer Wohnpolitik macht, darf nicht zuerst Verunsicherung schaffen und sich dann über explodierende Auszahlungen wundern“, sagt NEOS-Wohnbausprecherin Fabienne Lackner.

Noch deutlicher wird das bei den Eigenmittelersatzdarlehen an private Haushalte: Statt der budgetierten 625.000 Euro wurden tatsächlich 3,93 Millionen Euro ausbezahlt – mehr als das Sechsfache. Gleichzeitig bleibt der große Aufbruch bei den gemeinnützigen Wohnbauträgern aus. Bei den Darlehen an die Vogewosi waren 20 Millionen Euro vorgesehen, tatsächlich ausbezahlt wurden aber nur 4,18 Millionen Euro. Insgesamt liegen die Darlehen an gemeinnützige Wohnbauträger um 21 Prozent unter dem Budgetansatz.

Gemeinnütziger Wohnbau bleibt unter den Möglichkeiten

„Im einnahmenstärksten Jahr des Landes hätte man erwarten können, dass leistbares Wohnen endlich mit voller Kraft vorangetrieben wird. Stattdessen bleibt der gemeinnützige Wohnbau unter den Möglichkeiten, und Mietkauf findet praktisch nicht statt. Das ist kein Aufbruch, das ist wohnpolitisches Klein-Klein“, so Lackner.

NEOS werden auch die stärkere Umstellung auf das Zinszuschussmodell genau beobachten. Statt hohe Landesdarlehen direkt auszuzahlen, übernehmen gemeinnützige Wohnbauträger für neue Bauvorhaben verstärkt Bankdarlehen am freien Markt, während das Land die Zinslast über Zuschüsse stützt. Damit entlastet die Landesregierung den Landeshaushalt kurzfristig optisch, verschiebt aber Kosten und Zinsrisiken in die Zukunft. „Es braucht volle Transparenz zu den langfristigen Kosten. Diese dürfen nicht aus dem Blick geraten. Wohnpolitik braucht Verlässlichkeit, Transparenz und echte Investitionen – keine Budgetkosmetik auf Kosten kommender Jahre. Entscheidend ist, dass die Mittel der Wohnbauförderung inklusive Rückflüsse auch wirklich treffsicher ins Wohnen fließen“, betont Lackner abschließend.

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