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Katharina Fuchs (NEOS): „Das Land muss offenlegen, wie es Kinderbetreuungsplätze schönrechnet“

Katharina Fuchs
Katharina Fuchs
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© NEOS

„Wenn das Land von 2.000 freien Betreuungsplätzen für Dreijährige spricht, die Gemeinden diese Zahlen aber reihenweise nicht nachvollziehen können, dann stimmt entweder die Berechnung nicht oder die politische Kommunikation ist grob irreführend“, sagt NEOS-Bildungssprecherin Katharina Fuchs zur aktuellen Debatte um angeblich freie Kinderbetreuungsplätze. 

Für Fuchs entsteht der Eindruck, dass das Land mit theoretischen Höchstwerten arbeitet, die mit der Realität in den Gemeinden wenig zu tun haben: „Ein Platz ist nicht automatisch ein tatsächlich verfügbarer Platz, nur weil er auf dem Papier rechnerisch irgendwo in einer maximal zulässigen Gruppengröße aufscheint. Entscheidend ist, ob es Raum, Personal, pädagogische Qualität und einen passenden Standort gibt.“ 

Besonders problematisch sei, wenn freie Plätze pauschal Dreijährigen zugerechnet würden, obwohl Gemeinden darauf hinweisen, dass Plätze altersübergreifend organisiert sind oder gar nicht eindeutig einer Altersgruppe zugeordnet werden können. „Wer hier mit geschönten Zahlen arbeitet, gefährdet nicht nur eine ehrliche Bildungsplanung, sondern am Ende auch die Finanzierung der Gemeinden. Im schlimmsten Fall werden Förderungen gekürzt, weil das Land behauptet, es gebe ohnehin genug Plätze“, warnt Fuchs. 

Die zuständige Landesrätin Barbara Schöbi-Fink hat Erklärungsbedarf: „Wir wollen genau wissen, welche Daten das Land heranzieht, wie freie Plätze definiert werden, ob mit theoretischen Maximalgrößen gerechnet wird und ob diese Zahlen künftig Auswirkungen auf Förderungen haben. Eltern, Gemeinden und Einrichtungen brauchen verlässliche Planung – keine Statistikakrobatik“, so Fuchs abschließend. 

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