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Lackner: Null Mietkaufwohnungen 2025 – Landesregierung macht Wohnpolitik im Blindflug

Fabienne Lackner
Fabienne Lackner
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© NEOS

Anfragebeantwortung von LR Tittler zeigt: Eigentum rückt für viele in weite Ferne, zentrale Wohnbauinstrumente bleiben ohne nachweisbare Wirkung, eine echte Wohnstrategie wird verweigert.

Null. So viele Mietkaufwohnungen wurden 2025 in Vorarlberg fertiggestellt – nach noch 366 in den Jahren 2019 bis 2022. Das geht aus der Beantwortung einer NEOS-Anfrage durch Wohnbaulandesrat Marco Tittler hervor. Während der Wunsch nach leistbarem Eigentum in Vorarlberg groß bleibt, bricht das Angebot vollständig weg. „Eigentum ist für viele Vorarlbergerinnen und Vorarlberger längst zur Utopie geworden – und diese Zahlen zeigen schwarz auf weiß, warum“, sagt NEOS-Wohnbausprecherin Fabienne Lackner.

NEOS hat einen wohnpolitischen Kassasturz eingefordert: Wirken die Instrumente, in die viel Steuergeld geflossen ist, tatsächlich? Die Landesregierung kann diesen Nachweis nicht erbringen. „Die Regierung dreht seit Jahren an Stellschrauben, ohne zu wissen, ob sie überhaupt greifen“, so Lackner. „Eine ehrliche Bilanz ihrer eigenen Wohnpolitik kann oder will sie nicht vorlegen.“

Teure Instrumente, fehlende Wirkung

Die Anfragebeantwortung legt mehrere Leerstellen offen: Bei zentralen Instrumenten kann die Landesregierung keine belastbare Wirkung belegen – nicht bei WOHNEN550, nicht bei den raumplanerischen Änderungen, nicht bei der Leerstandsabgabe und auch nicht beim Bodenfonds. Zur Wirkung des Programms „WOHNEN550“ gibt es keine einzige Zahl. 

Die Wirkungslosigkeit zeigt zudem sich besonders deutlich im Bereich Mietkauf: 679 Personen haben sich laut Anfragebeantwortung für Mietkaufwohnungen interessiert – fertiggestellt wurde im Jahr 2025 keine einzige. Mietkauf wurde versprochen, Eigentum wird vertagt. Zu den 2019 eingeführten Bebauungspflichten liegen nach sieben Jahren noch immer keine belastbaren Erkenntnisse vor. Bei der Leerstandsabgabe räumt die Regierung selbst ein, dass sich daraus kein Effekt auf tatsächliche Vermietungen ableiten lässt. Der Bodenfonds verursacht laufende Kosten – rund 328.000 Euro im Jahr 2025 –, befindet sich laut Anfragebeantwortung weiterhin vor allem in der Aufbauphase.

„Das ist Wohnpolitik im Blindflug“, kritisiert Lackner. „Wer öffentliches Geld einsetzt, muss auch nachweisen können, was es bewirkt. Genau das passiert hier nicht.“

Regierung verweigert Wohnstrategie und überlässt Familien dem Zuständigkeits-Pingpong

Besonders deutlich wird das Steuerungsdefizit bei zwei Punkten: Eine landesweite, datenbasierte Wohnstrategie, wie sie andere Bundesländer längst entwickelt haben, lehnt die Regierung explizit ab. Und auf die Frage, wie sie verhindern will, dass gemeinnützige Wohnbauprojekte an einzelnen Gemeinden scheitern, nennt sie kein einziges konkretes Instrument – sie verweist lediglich auf die Zuständigkeit der Gemeinden.

„Leistbarer Wohnraum darf nicht davon abhängen, in welcher Gemeinde man zufällig wohnt“, sagt Lackner. „Die Regierung schiebt die Verantwortung an die Gemeinden ab, die Gemeinden warten aufs Land – und dazwischen warten die Menschen auf eine leistbare Wohnung.“ 

NEOS fordert Wirkungskontrolle und Eigentumsoffensive

NEOS fordert deshalb eine transparente, datenbasierte Wohnstrategie für ganz Vorarlberg mit klaren Zielwerten. Alle wohnpolitischen Instrumente müssen künftig einer echten Wirkungskontrolle unterzogen werden – mit nachvollziehbaren Kennzahlen statt bloßen Absichtserklärungen. Zudem braucht es konkrete Instrumente, damit gemeinnützige Wohnbauprojekte nicht länger an kommunalen Einzelentscheidungen scheitern. Auch Mietkauf- und Kaufanwartschaftsmodelle müssen wieder gezielt angekurbelt werden, damit Eigentum für junge Menschen und Familien nicht endgültig außer Reichweite gerät.

„Vorarlberg braucht eine Wohnpolitik, die über die Ortstafel hinausdenkt und ihre eigene Wirkung messen kann. Beides fehlt – und das zahlen die Menschen mit ihrer Miete“, so Lackner abschließend.

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