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NEOS Lackner: „Wer heute nicht baut, produziert die Wartelisten von morgen.“

NEOS-Wohnbausprecherin Fabienne Lackner: „Wer günstiger wohnen will, muss günstiger bauen.”

Fabienne Lackner
Fabienne Lackner
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© NEOS

„Die Menschen merken es jeden Tag: Trotz hunderter Millionen Euro und zahlreicher Ankündigungen ist Wohnen in Vorarlberg nicht leistbarer geworden“, kritisiert NEOS-Wohnbausprecherin Fabienne Lackner anlässlich der heutigen Aktuellen Stunde im Vorarlberger Landtag zum Thema „Wer kann es sich noch leisten, in Vorarlberg zu wohnen?“ „Es wurde in den vergangenen Jahren viel Geld fürs Wohnen ausgegeben. Aber die entscheidende Frage ist: Was wirkt wirklich? Die Landesregierung muss endlich alle Maßnahmen ehrlich auf den Prüfstand stellen und dort nachschärfen, wo Geld keine Wirkung entfaltet.“

Die Aussagen von Landesrat Marco Tittler gingen dabei komplett an der Lebensrealität vieler junger Menschen vorbei: „Marco Tittler wohnt offenbar im Elfenbeinturm. Natürlich müssen wir jungen Menschen Mut machen. Aber man darf ihnen keinen Sand in die Augen streuen. Wer behauptet, Eigentum sei leicht erreichbar und im Grunde für jeden möglich, blendet die Realität in Vorarlberg aus“, so Lackner.

Die Bilanz der Wohnbaupolitik sei ernüchternd: Vorarlberg verzeichnet österreichweit den stärksten Rückgang bei der Eigentumsquote, gehört zu den Bundesländern mit den höchsten Mieten und bleibt beim gemeinnützigen Wohnbau Schlusslicht. Rund 6.500 Menschen warten aktuell auf eine gemeinnützige Wohnung. Gleichzeitig gebe es Gemeinden mit hunderten Personen auf Wartelisten, während bis 2030 nur wenige zusätzliche Wohnungen geplant seien. In anderen Gemeinden hätten sich die Wohnungsanträge verdoppelt – gebaut werden solle dennoch nichts.

„Wer heute nicht baut, produziert die Wartelisten von morgen“, so Lackner. Besonders kritisch sieht sie, dass Einkommensgrenzen für gemeinnützige Wohnungen erhöht werden, ohne gleichzeitig das Angebot deutlich auszubauen: „Das verlängert Wartelisten, statt Probleme zu lösen. Politik muss messen, was wirkt – und Unwirksames beenden.“

NEOS fordern daher eine landesweite Wohnbaustrategie mit klaren Zielen, einen strategischeren Ausbau des gemeinnützigen Wohnbaus, weniger bürokratische Hürden beim Bauen und eine klare Richtungsentscheidung beim Eigentum. „Wer günstiger wohnen will, muss günstiger bauen. Statt weiterer Forschungsprojekte zum Entbürokratisieren braucht es endlich Handlungen. Man weiß, was zu tun ist. Und wenn die Einkommen um 40 Prozent steigen, die Immobilienpreise im selben Zeitraum aber teilweise um 100 Prozent, dann geht sich Eigentum in diesem Höchststeuerland eben nicht mehr so leicht aus. Eine Gesellschaft, in der Eigentum nur noch geerbt werden kann, verliert ihre Aufstiegschancen. Wohnen ist eine Zukunfts- und Standortfrage für Vorarlberg“, betont Lackner.

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