Aufstieg statt Abwanderung: Damit junge Menschen in Vorarlberg bleiben wollen

© NEOS
Jung sein wird in Vorarlberg immer teurer. Hohe Wohnkosten, Lücken beim Nachtverkehr und ein wachsender Schuldenberg erschweren jungen Menschen den Start ins selbstständige Leben. NEOS und JUNOS wollen deshalb ein Vorarlberg, in dem junge Menschen bleiben können – und bleiben wollen.
Zum Internationalen Tag der Jugend stellen NEOS und JUNOS die Anliegen junger Menschen in den Mittelpunkt. Denn wer heute in Vorarlberg eine Ausbildung macht, studiert oder ins Berufsleben startet, steht zunehmend vor der Frage: Kann ich mir hier überhaupt noch eine Zukunft aufbauen?
Mit ihrer Sommertour „Halt! Stopp! Bleib doch noch ein bisschen“ sind NEOS und JUNOS im ganzen Land unterwegs und fragen junge Menschen direkt: „Was brauchst du, damit du bleibst?“
„Zu oft wird über die junge Generation geredet, statt mit ihr. Wir drehen das um: Wir fragen nach und handeln danach“, betonen NEOS-Landtagsabgeordnete Fabienne Lackner und JUNOS-Landesvorsitzender Konstantin Kudra.
Leistbares Wohnen statt Abwanderung
Besonders groß ist der Handlungsbedarf beim Wohnen. Vorarlberg liegt bei den Eigentumspreisen österreichweit an zweiter Stelle. Seit 2015 haben sich die Preise nahezu verdoppelt.
Gleichzeitig wurde 2025 keine einzige Mietkaufwohnung fertiggestellt, obwohl 679 Personen Interesse daran hatten. Auch beim angekündigten Modell „Wohnen 550“ ist bislang keine Wohnung fertig.
„Am Ende zählen nicht Pressekonferenzen, sondern Wohnungen, in die Menschen tatsächlich einziehen können“, sagt Lackner.
NEOS fordern deshalb eine transparente Wohnstrategie, eine konsequente Wirkungskontrolle und eine Wiederbelebung von Mietkauf- und Kaufanwartschaftsmodellen.
Mobilität, die auch nachts funktioniert
Für junge Menschen gehören verlässliche Öffis zum Alltag. Doch mit der VVV-Tarifreform sind einzelne Strecken teurer geworden, während es beim Nachtverkehr weiterhin große regionale Unterschiede gibt.
„Fortgehen gehört zum Jungsein dazu – nur endet in vielen Orten der letzte Bus, bevor der Abend beginnt“, sagt Kudra.
NEOS und JUNOS fordern deshalb Nachtbusse in ganz Vorarlberg. Wie man nach Hause kommt, darf nicht davon abhängen, in welcher Gemeinde man wohnt.
Keine Schulden auf Kosten der Jungen
Auch die Landesfinanzen betreffen die junge Generation direkt. Der Schuldenstand des Landes steigt von rund 450 Millionen Euro Ende 2024 auf etwa 850 Millionen Euro Ende 2026.
„Junge Menschen dürfen nicht doppelt zahlen: heute für das teure Leben in Vorarlberg und morgen für die Schulden des Landes“, sagt Kudra.
NEOS und JUNOS fordern daher einen verbindlichen Schuldenabbaupfad und einen Generationencheck für das Landesbudget.
Damit Bleiben wieder Perspektive hat
Leistbares Wohnen, verlässliche Mobilität und solide Finanzen sind entscheidend dafür, ob junge Menschen ihre Zukunft in Vorarlberg sehen.
„Wir wollen, dass die Antwort ‚Bleiben‘ lautet – weil man sich hier etwas aufbauen kann und nicht, weil man keine andere Wahl hat“, so Kudra.
Vorarlberg muss ein Land sein, in dem junge Menschen nicht nur aufwachsen, sondern auch ihre Zukunft aufbauen können.



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