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Kinderbetreuung ist Arbeit – Zeit, sie auch so zu behandeln

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© NEOS

„Kinderbetreuung ist Arbeit – harte, verantwortungsvolle und viel zu oft unbezahlte Arbeit. Dass der Bundeskanzler sie nicht als Arbeit anerkennt, offenbart ein Frauen- und Familienbild von vorgestern. Es sind nach wie vor überwiegend Frauen, die diese Care-Arbeit stemmen, während Österreich bei der Beteiligung von Vätern an Karenz und Kinderbetreuung noch immer deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Genau das ist einer der Hauptgründe für Teilzeitfalle, Einkommensschere und Pensionslücke in diesem Land. Wer Kinderbetreuung nicht einmal als Arbeit anerkennt, wird sie auch nie gerecht zwischen Männern und Frauen aufteilen.

Wer die Leistung von Müttern wirklich anerkennen will, hält keine Sonntagsreden über das Familienbild, sondern schafft die richtigen Rahmenbedingungen: flächendeckende, leistbare und ganztägige Kinderbildung, die diesen Namen verdient, und echte Anreize, damit Väter ihren Teil der Verantwortung übernehmen. Daran entscheidet sich, ob Frauen in Österreich echte Wahlfreiheit haben und beruflich wie finanziell eigenständig sein können. Statt Müttern zu erklären, was Arbeit ist und was nicht, sollten der Bundeskanzler und seine Partei endlich dazu beitragen, dass sich Familienarbeit endlich fair zwischen Frauen und Männern verteilt.“

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