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Vorarlberg muss bei der Klimaanpassung endlich ins Tun kommen

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© NEOS

NEOS-Klubobfrau Claudia Gamon findet deutliche Worte angesichts der aktuellen Wetterextreme: „Bodensee auf Rekordtief, Gemeinden am Wasserlimit, See- und Strandbäder geschlossen und die Alpwirtschaft unter Druck – die Klimawandelanpassungsstrategie des Landes beschreibt diese Risiken seit Monaten, bleibt bei den Lösungen aber zu unverbindlich. Das Land muss endlich ins Tun kommen.“

Der Bodensee liegt derzeit so niedrig wie an keinem Julitag seit Beginn der Messungen im Jahr 1850. In manchen Häfen können Boote nicht mehr ein- und auslaufen. Gleichzeitig kämpfen mehrere Vorarlberger Gemeinden mit knappen Trinkwasserreserven, während Landwirtschaft und Alpwirtschaft zunehmend unter Trockenheit leiden. „Was wir gerade erleben, ist keine Überraschung! Die Analyse der Strategie ist treffend – sie zeigt klar, dass die Folgen des Klimawandels erhebliche Auswirkungen auf unser Land haben werden. Doch genau dort, wo konkrete Maßnahmen notwendig wären, bleibt das Papier vage“, kritisiert Gamon.

Bereits bei der Debatte im Dezember hatte Gamon die fehlende Verbindlichkeit der Strategie kritisiert. „Bis heute gibt es weder einen konkreten Gesetzesentwurf zur angekündigten Novelle des Naturschutzgesetzes noch einen nachvollziehbaren Maßnahmenplan. Wieder einmal ist es bei Ankündigungen geblieben.“

Auch die Aussagen des zuständigen Landesrats bestätigen aus Sicht der NEOS das Problem: Die Strategie sei lediglich ein Arbeitsinstrument für die Fachabteilungen. „Empfehlungen und laufende Arbeit reichen nicht aus, wenn Gemeinden um ihre Wasserversorgung kämpfen. Es braucht klare Prioritäten, einen verbindlichen Zeitplan und die notwendigen finanziellen Mittel“, so Gamon.

Als Obfrau des Umwelt- und Klimaschutzausschusses wird Gamon das Thema daher im Herbst auf die Tagesordnung setzen und einen eigenen Ausschuss fordern, idealerweise unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten. „Der zuständige Landesrat muss darlegen, welche konkreten Maßnahmen nun folgen – für eine sichere Wasserversorgung, eine widerstandsfähige Landwirtschaft und den langfristigen Schutz des Bodensees. Die Zeit der Ankündigungen muss vorbei sein!“

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