Fuchs zur Streichung der Förderung für Ganztagsklassen: „Schöbi-Fink kürzt Ganztagsklassen kaputt!“

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„Diese Entscheidung ist bildungspolitisch kurzsichtig. Die Landesregierung beschließt unmittelbar vor dem Sommer, die Förderung zu kürzen, und erwartet dann, dass Schulen und Gemeinden darauf reagieren können. So lassen sich Bildungsangebote nicht planen. Gerade verschränkte Ganztagsklassen brauchen langfristige Planungssicherheit – bei Personal, Organisation und Elterninformation. Wer mitten in der Planung kurzfristig die Rahmenbedingungen verändert, gefährdet genau jene bestehenden Standorte, die dieses Modell mit viel Engagement überhaupt noch anbieten.
Wir erkennen durchaus an, dass sich die verschränkte Ganztagsschule in Vorarlberg nicht so entwickelt hat, wie man sich das ursprünglich erhofft hatte. Aber daraus die Konsequenz zu ziehen, ausgerechnet jene Schulen und Gemeinden finanziell zu belasten, die das Modell erfolgreich weiterführen, ist der falsche Weg. Zumal Landesrätin Schöbi-Fink selbst sagt, dass das zentrale Problem im Dienstrecht liegt und der Bund bereits an einer Lösung arbeitet. Warum wartet man diese Reform nicht ab und bewertet anschließend neu?
Und bei allem Verständnis für notwendige Einsparungen: Wir sprechen hier von insgesamt 70.000 Euro bei einem Landesbudget von über zwei Milliarden Euro. Daran wird die Sanierung des Landeshaushalts mit Sicherheit nicht scheitern. Bevor man bei bestehenden Bildungsangeboten kürzt, könnte die Landesregierung zuerst bei anderen Budgetposten ansetzen – etwa bei kostspieligen Repräsentations- und Imagekampagnen.
Diese Kürzung spart kaum Geld, schafft aber maximale Verunsicherung. Wer Ganztagsschulen stärken will, muss ihnen Verlässlichkeit geben und darf ihnen nicht kurzfristig die finanzielle Grundlage entziehen. Für einzelne bestehende Standorte kann eine solche Vorgangsweise am Ende sogar das Aus bedeuten.“




