Schulstart: Bildungsreformen bringen mehr Unterstützung für Vorarlbergs Schulen

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Mit dem Schuljahr 2026/27 treten mehrere Bildungsreformen in Kraft, die Schulen gezielter unterstützen, Schulleitungen entlasten und mehr Entscheidungsspielraum an den einzelnen Standorten ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen zusätzliche Ressourcen für besonders geforderte Schulen, eine flexiblere Deutschförderung, mehr Schulpsychologie und weniger Bürokratie.
Besonders wichtig für Vorarlberg ist der neue Chancenbonus. Österreichweit erhalten 400 Volks- und Mittelschulen mit besonderen sozialen und sprachlichen Herausforderungen zusätzliche Unterstützung – elf davon befinden sich in Vorarlberg. Die Schulen können dabei selbst entscheiden, welche Unterstützung sie konkret benötigen, etwa zusätzliche Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie oder andere pädagogische und therapeutische Fachkräfte.
„Der Chancenbonus setzt genau dort an, wo die Herausforderungen am größten sind. Elf Vorarlberger Schulen bekommen zusätzliche Ressourcen und damit mehr Möglichkeiten, Kinder gezielt zu fördern und ihre Teams bedarfsgerecht zu stärken“, betont NEOS-Bildungssprecherin Katharina Fuchs.
Auch die Schulpsychologie wird weiter ausgebaut. Gleichzeitig erhalten Schulen mehr Freiheit bei der Organisation der Deutschförderung. Größere Pflichtschulen bekommen mit einem mittleren Management zusätzliche Unterstützung bei Organisations-, Personal- und Schulentwicklungsaufgaben. Mit der Initiative „Freiraum Schule“ sollen zudem bürokratische Vorgaben reduziert und Verwaltungsabläufe stärker digitalisiert werden.
Weitere Neuerungen betreffen Jugendliche, bei denen ein Bildungsabbruch droht. Perspektivengespräche sollen künftig verbindlich dabei helfen, konkrete Bildungs- oder Ausbildungswege zu finden. Auch nach Suspendierungen ist eine strukturierte pädagogische und psychosoziale Begleitung vorgesehen. Gleichzeitig werden erstmals ausgewählte Schuldaten veröffentlicht, um Schulentwicklung stärker auf vergleichbare Daten zu stützen.
Vorarlberg hat Aufholbedarf
Dass diese Reformen gerade für Vorarlberg wichtig sind, zeigen die Ergebnisse der iKMPLUS-Erhebungen für die 4. Schulstufe. Vorarlbergs Volksschüler liegen in mehreren Bereichen unter dem österreichischen Vergleichswert – darunter Mathematik sowie Deutsch beim Lesen, Zuhören und Verfassen von Texten. Besonders beim Lesen besteht deutlicher Aufholbedarf.
Für Katharina Fuchs ist deshalb klar, dass die zusätzlichen Mittel des Bundes nicht dazu führen dürfen, dass sich das Land aus seiner Verantwortung zurückzieht:
„Wenn die Ausgangslage in Vorarlberg schwieriger ist, brauchen unsere Schulen mehr Unterstützung – nicht bloß eine Verschiebung der Rechnung vom Land zum Bund.“
Für NEOS ist das neue Schuljahr damit ein wichtiger Schritt hin zu einem Bildungssystem, das Ressourcen gezielter einsetzt, Schulen mehr Freiraum gibt und Kinder früher unterstützt.




